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Parlamentarische UntersuchungskommissionHarsche Kritik an Stadtrat wegen ERZ-Affäre

Der Untersuchungsbericht zum Skandal rund um Entsorgung + Recycling Zürich fördert gravierende Aufsichts- und Kontrollmängel zutage. Der Zürcher Stadtrat liess ERZ-Direktor Urs Pauli schalten und walten, wie er wollte.

Ex-ERZ-Chef Urs Pauli am Tag seiner Absetzung durch FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger.
Ex-ERZ-Chef Urs Pauli am Tag seiner Absetzung durch FDP-Stadtrat Filippo Leutenegger.
Foto: Keystone

Schwarze Kassen, zu hohe Gebühren, Emus und eine Badelandschaft in der Kläranlage: In der Affäre um Urs Pauli, dem früheren Direktor von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ), kam einiges zusammen. Nun liegt der über 400-seitige Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) dazu vor.

Das Fazit gleich vorweg: «Die PUK ERZ kommt zum Schluss, dass die Dienstabteilung ERZ sich durch mangelnde Aufsicht und Kontrolle weitgehend von der städtischen Verwaltungsstruktur lösen konnte», lautet der erste Satz des gestern veröffentlichten PUK-Berichts. Die Hauptverantwortung dafür liege beim Stadtrat, der Pauli jahrelang gewähren liess, bei den Führungsspitzen des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements (TED) und von ERZ. Das TED führten während Paulis Amtszeit die Stadtratsmitglieder Martin Waser (SP), Ruth Genner (Grüne) und Filippo Leutenegger (FDP).

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