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Super LeagueYB verschenkt den Sieg — Traumtor rettet Lugano

Trotz drückender Überlegenheit kommen die Berner bei Servette nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Vaduz und Lugano trennen sich 1:1.

Servette und die Young Boys trennen sich 0:0. Derweil die Genfer mit dem Punktgewinn sehr zufrieden sein können, müssen sich die Berner den Vorwurf gefallen lassen, zwei Zähler liegen gelassen zu haben. Weil YB gerade in der ersten Halbzeit überaus stark spielt. Meschack Elia könnte das Führungstor bereits nach dreieinhalb Minuten erzielen, er vergibt danach unmittelbar vor der Pause die mit Abstand beste YB-Chance, wobei sich Servette-Keeper Jeremy Frick mit seiner Parade Höchstnoten verdient.

Beide Teams dezimiert

Dazwischen vergeben der auffällige Elia (14.), Christian Fassnacht (15./37.) und Jean-Pierre Nsame (44.) weitere ausgezeichnete Gelegenheiten. 15 Abschlüsse verzeichnen die Young Boys zur Pause - so gefällig ihr Auftritt ist - die Chancenauswertung ist äusserst mangelhaft. Zumal Servette seit der 39. Minute mit einem Mann weniger spielt, weil Boubacar Fofana Gelb-Rot sieht.

Faivre ersetzte im Berner Tor von Ballmoos, welcher noch mit den Nachwirkungen seiner Covid-19-Erkrankung zu kämpfen hat.
Faivre ersetzte im Berner Tor von Ballmoos, welcher noch mit den Nachwirkungen seiner Covid-19-Erkrankung zu kämpfen hat.
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Schiedsrichter Fähndrich zeigt Fofana die gelb-rote Karte.
Schiedsrichter Fähndrich zeigt Fofana die gelb-rote Karte.
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Doch ausgerechnet mit einem Mann mehr bauen die Berner stark ab - und machen dadurch die Genfer stark. Sie halten nun dagegen, setzen in den Zweikämpfen nach. Dann aber kassiert Vincent Sierro ebenfalls Gelb-Rot, wobei vor allem die zweite Gelbe Karte unglücklich ist. Nach einem Foul der Genfer lässt Schiedsrichter Fähndrich Vorteil laufen, YB verliert den Ball und Sierro setzt zur Grätsche an. Mit 10 gegen 10 entwickelt sich schliesslich eine muntere Partie, wobei die Genfer zumindest nach Spielanteilen ebenbürtig sind, allerdings ohne dabei gross zu Abschlüssen zu kommen. Am Ende verdienen sie sich damit einen Punkt - was die Berner ziemlich ärgern dürfte. (mob)

Traumtor zum Schluss - Vaduz und Lugano spielen 1:1

Als der Schlusspfiff ertönte und die Partie zwischen Vaduz und Lugano im Rheinpark Stadion zu Ende war, standen die enttäuschten Liechtensteiner auf dem Spielfeld und dampften vor sich hin. Es war eine intensive Partie, mit vielen neckischen Zweikämpfen und grossem Einsatz des Heimteams. In den bisherigen drei Runden der Super League konnten die Vaduzer keinen Sieg feiern, gegen Lugano machten sie alles für den ersten Erfolg. Und es sah lange ziemlich gut aus. Lugano drückte zwar, war über weite Strecken das bessere Team. Doch die Mannschaft von Trainer Mario Frick schoss das 1:0. Luganos Lavanchy stellte sich kurz vor der Pause im eigenen Strafraum ungeschickt an, Cicek verwandelte den Elfmeter.

Es war eines der wenigen Highlights in einem kampfbetonten Spiel. Es wurde gerackert und gefightet, gerannt und gegrätscht. Chancen waren Mangelware, ein schön vorgetragener Angriff der Vaduzer in der 75. Minute war lange das eindrücklichste Schmankerl. Bis zur 91. Minute, als die Vaduzer Party vermiest wurde: Luganos Guerrero flankte den Ball herrlich in den Strafraum, wo der eingewechselte Oss in Zlatan-Ibrahimovic-Manier den Ball per Aussenrist-Volley in die Maschen zwirbelte. (tmü)

Servette – Young Boys 0:0

5240 Zuschauer. – SR Fähndrich.

Servette: Frick; Sauthier, Rouiller, Sasso, Mendy; Ondoua, Valls; Fofana, Cognat (62. Cespedes), Imeri (79. Antunes); Kyei (62. Koné).

Young Boys: Faivre; Hefti, Lustenberger, Zesiger, Lefort (82. Maceiras); Fassnacht (76. Siebatcheu), Rieder (87. Mambimbi), Sierro, Ngamaleu (76. Bürgy); Elia (82. Sulejmani), Nsame.

Bemerkungen: Servette ohne Stevanovic und Schalk (beide verletzt) sowie Ajdini (krank), Young Boys ohne Aebischer, Lauper, Martins, Gaudino, Spielmann und Petignat (alle verletzt) sowie Camara und Garcia (beide positiv auf Corona getestet). 39. Gelb-Rote Karte gegen Fofana wegen Fouls. 66. Gelb-Rote Karte gegen Sierro wegen Fouls. 87. Kopfball von Bürgy an den Pfosten.

Verwarnungen: 30. Fofana (Foul). 63. Sierro (Foul). 66. Cespedes (Foul). 81. Lefort (Foul).

Vaduz – Lugano 1:1 (1:0)

1360 Zuschauer. – SR Jaccottet.

Tore: 45. Cicek (Foulpenalty) 1:0. 92. Oss (Guerrero) 1:1.

Vaduz: Büchel; Schmied, Schmid, Simani (63. Rahimi); Wieser (46. Gasser); Dorn, Prokopic (73. Gajic), Lüchinger (73. Di Giusto), Hug; Cicek (88. Milinceanu); Sutter.

Lugano: Osigwe; Kecskes (65. Lungoyi), Maric, Daprelà; Custodio (65. Bottani); Lavanchy (88. Oss), Lovric (88. Covilo), Sabbatini, Guerrero; Gerndt (88. Macek), Odgaard.

Bemerkungen: Vaduz ohne Coulibaly, Göppel (beide verletzt) und Ospelt (krank). Lugano ohne Selasi (verletzt). 32. Lattenschuss Lovric.

Verwarnungen: 7. Custodio (Foul), 45. Lavanchy (Foul), 49. Lüchinger (Foul), 56. Schmid (Foul), 81. Gasser (Foul).

Servette

Servette
0 : 0

Young Boys

Young Boys

LIVE TICKER BEENDET

Spielende

Das wars in Genf. YB schafft es nicht, einen von 26 Torschüssen im Tor unterzubringen. Und das trotz einer zwischenzeitlich Überzahl. Es ist definitiv ein gewonnener Punkt für Servette und verlorene zwei Punkte für den Meister.

90. Minute

Jetzt kommen die Genfer noch vor das Tor! Kone setzt sich grenzwertig durch und prüft Faivre. Das war übrigens der erste Abschluss den Faivre parieren musste. In der 94. Minute.

90. Minute

Die Nachspielzeit beträgt 6 Minuten. 6 Minuten für den Meister um doch noch irgendwie die drei Punkte zu holen.

90. Minute

Ohne Einwirkung bleibt Frick, welcher ein richtig gutes Spiel gemacht hat, liegen. Er scheint ein Problem am Oberschenkel zu haben.

85. Minute

Jetzt kommt bei YB auch noch Pech dazu! Bürgy kommt mit dem Kopf an den Ball nach einer Ecke und sein Abschluss klatscht an den Pfosten.

83. Minute

Ein Unentschieden dürfte sich für die Genfer besonders nach dieser ersten Halbzeit eher wie ein Sieg anfühlen, aus dieser Sicht läuft den Bernern jetzt langsam aber sicher die Zeit davon.

81. Minute
Auswechslung

Das war auch direkt die letze Aktion für Lefort, er wird ausgewechselt. Elia geht auch vom Feld, neu in der Partie sind Sulejmani und Maceiras.

81. Minute
Gelbe Karte

Gelb für Lefort, ein taktisches Foul.

79. Minute
Auswechslung

Nächster Wechsel bei Servette. Antunes kommt für Imeri.

78. Minute

Es geht weiter in alter Manier. Elia setzt sich gut durch, bringt den Ball in die Mitte wo Rieder den Ball direkt nimmt und neben das Tor schiesst.

76. Minute
Auswechslung

YB wechselt auch doppelt: Fassnacht und Ngamaleu gehen runter, Bürgy und Siebatcheu kommen aufs Feld.

75. Minute

Mittlerweile ist YB bei 21 Abschlüssen angelangt. Einerseits beeindruckend, andererseits sind die 15 Schüsse welche neben dem Tor gelandet sind auch bemerkenswert.

74. Minute

Irgendwann muss doch eine dieser Berner Chancen auch mal im Tor landen. Zuerst brennt es lichterloh im Genfer Strafraum nach einer Berner Ecke, dann bringt Rieder einen flachen Pass in die Mitte welchen Nsame über die Latte knallt.

70. Minute

Jetzt ist das Spiel hier natürlich wieder völlig offen. Und Servette ist in der zweiten Halbzeit deutlich besser geworden.

67. Minute
Gelbe Karte

Durch diesen Vorteil sieht auch Cespedes gelb, natürlich viel weniger gravierend als die Karte für Sierro.

66. Minute
Rote Karte

Und YB tut alles, um Servette hier wieder ins Spiel zu bringen. Sierro bekommt die zweite gelbe Karte innerhalb kurzer Zeit. Eine völlig überharte Grätsche von Sierro. Und was das ganze noch überflüssiger macht: Die Grätsche Sierros wurde während eines Vorteils für die Berner ausgeführt! Bei Ballverlust hätte YB den Ball also sowieso wieder bekommen.

64. Minute

Es sind schon wieder fast 20 Minuten verronnen in dieser zweiten Halbzeit und immer noch steht die Zahl der Tore auf null. So langsam aber sicher hat man das Gefühl, dass Servette sich hier tatsächlich ein Unentschieden erkämpfen könnte.

63. Minute
Gelbe Karte

Sierro bekommt gelb. Da konnte er seinen Gegenspieler nur mit illegalen Mitteln stoppen.

61. Minute
Auswechslung

Doppelwechsel bei Servette. Cognat und Kyei gehen raus, Cespedes und Kone ersetzten die beiden.

59. Minute

Fassnacht direkt mit Abschluss Nummer 19 hinterher. Der Kopfball ist kein Problem für Frick.

tbe

4 Kommentare
    Andreas Bollner

    Morgen ist noch ein Mal Fussball mit Zuschauern. Nachher nur noch Geisterspiele - Masken hin oder her. Für morgen wenigstens noch: Hopp Sanggale