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Interview mit Kremlkritiker«Gift lässt sich besser leugnen, als wenn einer erschossen wird»

Der russische Oppositionelle Wladimir Kara-Mursa hat zwei Giftanschläge überlebt. Im Interview erzählt er, wie sich das anfühlt und warum er sicher ist, dass auch Alexei Nawalny vergiftet wurde.

Der russische Oppositionelle Wladimir Kara-Mursa, 38, war enger Mitstreiter des ermordeten Boris Nemzow. Er leitet die Nemzow-Stiftung und unterstützt oppositionelle Kandidaten.
Der russische Oppositionelle Wladimir Kara-Mursa, 38, war enger Mitstreiter des ermordeten Boris Nemzow. Er leitet die Nemzow-Stiftung und unterstützt oppositionelle Kandidaten.
Foto: Jindrich Nosek/wikimedia bilder

Was war Ihr erster Gedanke, als Sie erfuhren, dass Alexei Nawalny mit Vergiftungserscheinungen im Koma liegt?

Ich fühle mich, als müsste ich das Ganze ein weiteres Mal durchmachen. Seine Symptome stimmen absolut mit dem überein, was ich durchmachte: Schweissausbrüche, Atemnot, Herzrasen, quälende Schmerzen. Ich habe sofort seine Leute kontaktiert und ihnen Ärzte und Toxikologen empfohlen.

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