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Ueli Maurer sieht Chancen«Ich habe langsam genug von dieser Krise»

Bundesrat Ueli Maurer forderte die Ständeräte auf, Hoffnung zu verbreiten und mit gutem Beispiel voran zu gehen. Aufbruchsstimmung sei nötig, um die Coronakrise zu bewältigen.

Bevölkerung soll das Geld in der Schweiz ausgeben: Appell von Bundesrat Ueli Maurer.
Video: Keystone-SDA

Bundesrat Ueli Maurer liess am Mittwoch während der Sondersession in der Bernexpo etwas Frust ab. «Gestatten Sie mir eine persönliche Bemerkung», sagte der Finanzminister bei seinen Ausführungen vor den Parlamentariern. «Sie sind für drei Tage zusammengekommen, für die Bewältigung der Corona-Krise. Und ich habe langsam genug von dieser Krise», sagte Maurer.

Nun müsse man die Krise ins Gegenteil umschlagen, nämlich in eine Chance. «Eine Chance für die Schweiz zusammenzustehen», erklärte der SVP-Bundesrat und meinte damit: «Wir sind solidarisch und machen Ferien in der Schweiz und geben das Geld in der Schweiz aus.» Für Tourismus, Hotels, feines Essen, Landwirtschaft, Bier und Wasser (lesen Sie hier, wo unser Land seine exotischen Seiten zeigt).

Vom «Beerdigungsmodus» wegkommen

Maurer sieht dabei die Parlamentarier in einer Vorbildfunktion. Sie müssten nun die Botschaft des Zusammenstehens verbreiten und sagen: «Jetzt wenden wir das zugunsten der Schweiz». Damit erreiche man eine höhere Wirkung als mit Werbebeiträgen.

Und der Finanzminister stellt klar: «Ich denke tatsächlich, dass dies eine Chance ist.» Man soll nun nicht mit dem Krisenmodus in den Alltag zurückkehren, sondern «etwas Aufbruchstimmung verbreiten. «Die Schweiz ist so ein wunderschönes Land mit so vielen Naturschönheiten, mit dem besten Wein, dem besten Bier und dem besten Brot – was wollen wir noch mehr», sagte Maurer. «Das muss die Botschaft sein.».

Diese Aufbruchstimmung werde man in den nächsten Monaten und Jahren brauchen. «Wir sollten von diesem Beerdigungsmodus wegkommen und wieder Freude ausstrahlen. Das wünsche ich mir», sagte Maurer. «Wenn wir das schaffen, haben wir einen wunderschönen Sommer vor uns.» Er plädierte dabei nochmals für Ferien in der Schweiz, etwas besseres könne dem Land jetzt gar nicht passieren. Die Parlamentarier sollen mit dabei mit gutem Beispiel vorangehen.

anf