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Trump über Verbleib von Kim«Ich kann jetzt nicht darüber reden»

Seit Wochen fehlt jede Spur vom nordkoreanischen Machthaber. Während Südkorea über einen Zusammenhang mit dem Coronavirus spekuliert, meint der US-Präsident mehr über dessen Gesundheitsverfassung zu wissen.

Weiss der US-Präsident mehr, als er sagen will? Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und Donald Trump 2019 bei einem Treffen in Südkorea.
Weiss der US-Präsident mehr, als er sagen will? Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und Donald Trump 2019 bei einem Treffen in Südkorea.
Foto: Korean Central News Agency/Keystone

Die Spekulationen über den Gesundheitszustand von Nordkoreas abgetauchten Machthaber Kim Jong Un reissen nicht ab. Südkoreas Wiedervereinigungsminister Kim Yeon Chul erklärte am Dienstag, er halte es für plausibel, dass Kim aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus die Öffentlichkeit meide – und nicht weil er erkrankt sei.

An einer Pressekonferenz adressierte auch US-Präsident Trump das Verschwinden des Diktators. Er sagte, er hoffe, dass es dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un gut gehe. Er habe eine «sehr gute Idee» darüber, wie es Kim gehe, «aber ich kann jetzt nicht darüber reden», so Trump am Montagabend im Rosengarten des Weissen Hauses. «Ich wünsche ihm einfach alles Gute. Ich hoffe, es geht ihm gut», betonte Trump. Später sagte er mit Blick auf Kim weiter: «Niemand weiss, wo er ist.» Trump hatte vergangene Woche Berichte über den angeblich kritischen Zustand des jungen Machthabers als wahrscheinlich falsch bezeichnet.

Unklarheit über Kims Zustand gibt es seit Mitte April. Damals erschien er überraschend nicht zu einer traditionellen Veranstaltung anlässlich des Geburtstages seines 1994 verstorbenen Grossvaters, Nordkoreas Staatsgründer Kim Il Sung. Kurz darauf gab es Medienberichte, Kim sei ernsthaft erkrankt und im Zusammenhang mit Herz-Kreislaufproblemen operiert worden. Da bislang aus dem international weitgehend abgeschotteten Nordkorea keine eindeutigen Belege kamen, die den vermutlich etwa 36-Jährigen Machthaber wohlauf zeigen, reissen die Spekulationen nicht ab – auch wenn sie in Seoul und Washington wiederholt angezweifelt wurden.

sho/sda/reuters