Zum Hauptinhalt springen

Kolumne Max KüngIch war noch niemals in …
Langenbruck BL

Manchmal ist uns das, was am nächsten liegt, am fremdesten. Unser Kolumnist besucht einen Teil seines Heimatkantons, in dem er noch nie war.

Foto: Max Küng

Die alte Heimat, das unbekannte Wesen. Der Kanton Basel-Landschaft etwa ist mir vertraut, denn dort wuchs ich auf. Ich kenne das Dorf, aus dem ich stamme. Die Umgebung. Den Ort, wo ich zur Schule ging, und jenen, in dem ich später die Lehre machte. Doch viele Teile sind mir weitgehend unbekannt. Ich schrieb einmal, das Baselbiet sei das Erdferkel unter den Kantonen, da kaum jemand etwas darüber wisse. Aber weiss ich denn mehr? War ich je in Titterten? In Zwingen? Oder in Langenbruck? Ich konnte mich nicht erinnern. Also stieg ich ins Auto.

«Top of Baselland» steht selbstbewusst auf der Willkommenstafel beim Ortseingang. Die Aussage ist korrekt, wenigstens was die Höhe über dem Meeresspiegel angeht: Keine Gemeinde im Kanton liegt höher. Hingegen zeugen die verrammelten Hotels und Restaurants an der stark befahrenen Hauptstrasse davon, dass die Zeiten tourismustechnisch auch schon besser waren. «Bis auf weiteres geschlossen», steht auf dem Zettel im Aushangkasten des Bären, der sich irgendwann nobel in Hôtel de l’Ours umbenannt hatte. Der Zettel hängt schon dreizehn Jahre dort. Einst nächtigten illustre Gäste im Bären, reiche Basler oder Generäle (Wille, Guisan) – und einmal auch ein Super-VIP: Kaiser Joseph der Zweite von Österreich; dies anno 1777.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.