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Imam sitzt in Untersuchungshaft

Die Staatsanwaltschaft hat gegen zwei der vier im Rahmen der Razzia vom Mittwoch verhafteten An'Nur Vereinsmitglieder Untersuchungshaft angeordnet. Die anderen beiden sind wieder auf freiem Fuss.

Am Mittwochmorgen wurde in der Al'Nur Moschee eine grossangelegte Razzia durchgeführt.
Am Mittwochmorgen wurde in der Al'Nur Moschee eine grossangelegte Razzia durchgeführt.
Keystone

Der äthiopische Imam der Winterthurer An'Nur-Moschee muss in Untersuchungshaft. Mit ihm bleibt auch ein weiteres Vorstandsmitglied des Vereins in Gewahrsam der Polizei. Es handelt sich dabei um das heute mutmasslich für die Vorgänge in der Moschee zuständige Vorstandsmitglied. Die beiden anderen während der Razzia festgenommenen Personen sind wieder auf freiem Fuss. Diese Entscheidungen hat das Zwangsmassnahmengericht nach den Befragungen der Verdächtigen durch die Staatsanwaltschaft getroffen.

Grund für die Anordnung der Haft gegen die beiden Männer ist der Verdacht der öffentlichen Aufforderung zu Verbrechen oder Gewalt. Angeblich hatte der besagte Imam im Okober während eines Gottesdienstes zur Ermordung von Ungläubigen aufgerufen.

Ex-Präsident Sahnoun wieder freigelassen

Unter den Verhafteten war auch der ehemalige Präsident der An'Nur-Moschee Atef Sahnoun. Dieser wurde bereits am Mittwoch wieder auf freien Fuss gesetzt, wie die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich am Freitag mitteilte. Offenbar hatte sich bestätigt, dass er nicht mehr zu den Entscheidungsträgern der Moschee gehört. Auch eine weitere Person aus dem Umfeld der Moschee ist wieder frei.

Gegen drei der vier in der Moschee angetroffenen, weiteren Personen, welche im Zuge der Razzia wegen Verdachtes auf Verstösse gegen das Ausländergesetz verhaftet wurden, hat die Staatsanwaltschaft nun Strafbefehle erlassen. Ihnen wird rechtswidriger Aufenthalt in der Schweiz sowie teilweise rechtswidriger Einreise vorgeworfen. Einer der Beschuldigten hielt sich zudem trotz gültiger Ausgrenzung aus der Stadt Winterthur in der Moschee auf.

Der vierte, gegen den ebenfalls der Verdacht auf Verstösse gegen das Ausländergesetz bestanden hatte, hielt sich als Tourist rechtmässig in der Schweiz auf. Er war im Besitz der notwendigen Ausweisdokumente und wurde noch am Mittwoch wieder freigelassen.

(SDA)

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