Dietlikon/Winterthur

Implenia bezweifelt Vorwürfe der Unia

Der Dietliker Baukonzern Implenia sieht bislang keine Anzeichen für Lohndumping beim Bau seiner Überbauung «Roy» in Neuhegi. Dennoch wolle man die Vorwürfe der Unia vertieft prüfen.

Doch kein Lohndumping? Die zuständige Baufirma Implenia bezweifelt die Anschuldigungen der Gewerkschaft Unia. Diese hatte die Baustelle des Wohnkomplexes «Roy» in Neuhegi letzte Woche blockiert.

Doch kein Lohndumping? Die zuständige Baufirma Implenia bezweifelt die Anschuldigungen der Gewerkschaft Unia. Diese hatte die Baustelle des Wohnkomplexes «Roy» in Neuhegi letzte Woche blockiert. Bild: Moritz Hager

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Das angeschuldigte Subunterneh­men hatte die Anschuldigungen bereits letzte Woche bestritten. Nun hat sich auch der Generalunternehmer Implenia zur Darstellung der Unia geäussert. Die Gewerkschaft hatte am die Baustelle des Wohnkomplexes «Roy» an der Else-Züblin-Strasse am letzten Mittwoch vorübergehend lahmgelegt. Begründung: Ein Gipserunternehmen aus dem sankt-gallischen Au solle auf der Baustelle Scheinselbstständige zu Dumpinglöhnen beschäftigen. Später in der Woche vermehrte die Unia die Vorwürfe: Auch Fassadenbauer würden auf der Grossbaustelle in Neuhegi zu Dumpinglöhnen beschäftigt.

Der Baukonzern nahm zunächst nicht Stellung. Erst wolle man sich ein Bild machen, richtete er aus. Das ist unterdessen passiert. Bis dato sieht die Implenia keine Anzeichen für Lohndumping. «Wir können nach sorgfäl­tiger Kontrolle sagen, dass die angeschuldigten Subunternehmer auf der Baustelle in Winterthur bei uns einwandfrei dokumen- tiert und sämtliche eingereichten Einzeldeklarationen in Ordnung sind», heisst es in einem Schreiben. «Auf Basis der Prüfung dieser Dokumente können wir die Vorwürfe deshalb nicht bestätigen.»

Abklärungen laufen weiter

Dennoch kündigt Implenia an, man werde zusammen mit der Unia und dem angeschuldigten Unternehmen versuchen, «die vorgebrachten Anschuldigungen nachzuvollziehen». Unia-Sprecher Lorenz Keller bestätigt, dass man sich auf ein Vorgehen geeinigt habe. Er ist nach wie vor überzeugt, es gebe einen Missbrauch mit Scheinselbstständigen. Unterdessen haben die Vorwürfe auch den ordentlichen Weg genommen: So befasst sich auch die paritätische Kommission, in der Bau- und Gewerkschaftsvertreter sitzen, mit dem Fall. Keller rechnet mit Resultaten ungefähr innert Wochenfrist.

Erstellt: 04.11.2015, 20:30 Uhr

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