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Gamestop-Börsenrausch ausser KontrolleInternetmob treibt Profianleger zu Milliarden-Verlusten

Eine Horde von Zockern kauft Aktien geschwächter Firmen und treibt so deren Aktien in ungeahnte Höhen. Folge: Hedgefunds verlieren Milliarden.

Wer gegen Gamestop wettet, bekommt es mit der Internet-Gemeinde zu tun.
Wer gegen Gamestop wettet, bekommt es mit der Internet-Gemeinde zu tun.
Foto: Martin Meissner (Keystone/Archiv)

Sie nennen sich «Degenerierte» und jagen wie Wölfe im Rudel. Rund drei Millionen spekulative Kleinanleger haben sich auf der Internetplattform Reddit zusammengetan, um Aktien geschwächter Firmen en masse zu kaufen und Hedgefonds in die Verlustzone zu treiben. Die Technologiebörse Nasdaq ist beunruhigt und ermuntert die Börsenaufsicht SEC (United States Securities and Exchange Commission), zu untersuchen, ob ein illegales «Pump and dump»-Spiel gespielt wird.

Die Exzesse sind nur mit der Internet-Börsenblase von 2000 zu vergleichen. Gamestop, ein altbackener Videospieleanbieter mit immensen Verlusten, ist an der Börse in nur einer Woche um das Fünffache gestiegen. Letzten Sommer war die Aktie für vier Dollar zu haben, diese Woche schoss sie wie eine Rakete auf 380 Dollar.

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