Winterthur

Intimer Einblick in Blochers Sammlung

Das Museum Oskar Reinhart zeigt ab heute die Sammlung Blocher: Zu sehen gibt es Hodler, Anker, Giacometti – und die zarte Seite des SVP-Strategen.

Er wird nicht müde, sich an seinen Bilder zu erfreuen: Christoph Blocher beim Rundgang durch die Ausstellung seiner Sammlung in Winterthur.

Er wird nicht müde, sich an seinen Bilder zu erfreuen: Christoph Blocher beim Rundgang durch die Ausstellung seiner Sammlung in Winterthur. Bild: Heinz Diener

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Es ist eine schweizweit beachtete Premiere, die sich am Wochenende im Museum Oskar Reinhart (MOR) abspielt: Zum ersten Mal überhaupt gibt der Milliardär, Alt-Bundesrat und umstrittene SVP-Populist Christoph Blocher seine Kunstsammlung der Öffentlichkeit preis. Zwar sind im Reinhart-Museum am Stadtgarten nicht alle Bilder aus dem reichen Fundus des schwerreichen Sammlers zu sehen. Mit 80 Werken von Ferdinand Hodler, Albert Anker, Giovanni Giacometti und Félix Vallotton zeigt das MOR aber eine bedeutende Auswahl, die nicht zuletzt einen Einblick ins Wesen des Kunstsammlers gibt.

Blocher, das ist bekannt, sammelt ausschliesslich Schweizer Künstler aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Im Interview begründet er den Fokus seiner Sammlung in seiner typischen salopp-spitzbübischen Art: «Ich bin unter vielen guten Malern auf Anker und Hodler gestossen, und das sind zufällig Schweizer.» Kein naiver Patriotismus, sondern pure Freude scheint auf. Vor allem bei Ankers Porträts gerät Blocher ins Schwärmen: «Man ist von Ankers Bildern ganz betroffen.» Er habe das an Ausstellungen schon beobachten können.

Fürs Publikum öffnet «Hodler Anker Giacometti – die Sammlung Christoph Blocher» heute Nachmittag (Vernissage um 16 Uhr). Die Ausstellung ist gleichzeitig der letzte grosse Coup von Museumsdirektor Marc Fehlmann, der per 1. Januar nach Berlin wechselt.

Erstellt: 09.10.2015, 22:46 Uhr

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