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Unihockey im UnterlandJets erleben ein bitteres Déjà-vu

In der NLB-Doppelrunde der Männer wird den Kloten-Dietlikon Jets jeweils das Schlussdrittel zum Verhängnis. Sie nehmen lediglich einen Punkt mit. Bessere Beute machen die Jets-Frauen und die Unterländer Erstligisten.

Die Jets ( von links in Blau Jacob Glas, Yannick Jaunin und Basile Diem) kommen gegen ULA im letzten Drittel unter Beschuss. 
Die Jets ( von links in Blau Jacob Glas, Yannick Jaunin und Basile Diem) kommen gegen ULA im letzten Drittel unter Beschuss. 
Foto: Sibylle Meier

Die Jets erlebten am Sonntagabend ein Déjà-vu der unerfreulichen Art. Wie schon am Vorabend auswärts gegen Thurgau (5:5 nach 40. Minuten, 6:10 nach 60 Minuten) liessen sie auch in der heimischen Stighag-Halle gegen Unihockey Langenthal Aarwangen (ULA) im Schlussdrittel unerklärlich nach und verschenkten damit Punkte.

Bis zur 39. Minute war gegen ULA alles nach dem Gusto der Jets gelaufen. Sie erzeugten von Beginn weg mit flüssigen Kombinationen viel Druck nach vorne und deckten die Löcher in der Gästeabwehr schonungslos auf. 4:0 hiess es nach dem 1. Drittel, 5:1 nach 36 Minuten. Aus einem starken Kollektiv ragte dabei der Schwede Jacob Glas mit einem Tor und drei Assists heraus.

Aus dem Tritt

Der zweite Gästetreffer in der eingangs erwähnten 39. Minute liess sich noch als Betriebsunfall abstempeln. Doch er hatte Signalwirkung. ULA schöpfte für das letzte Drittel sichtlich Mut und beim Heimteam passte plötzlich nichts mehr zusammen. «Wir hatten keine Balance mehr in unserem Spiel und haben in der Offensive zu viel Risiko genommen», kritisiert Captain Jürg Graf. Was an einem guten Tag weitere Jets-Tore eingebracht hätte, führte an diesem Abend ins Verderben. Drei Gegenstösse und einen Weitschuss später lag das Heimteam mit 5:6 im Hintertreffen. «Diese Phase hat uns den Rhythmus und das Selbstvertrauen genommen». Immerhin: Den Jets gelang durch André Landin der umgehende Ausgleichstreffer (53.). Obwohl das Heimteam vor und in der Verlängerung noch Chancen zur Entscheidung besass, waren es schliesslich die Gäste, welche in der fünften Minute der Verlängerung aus dem Rückraum ins Netz trafen.

Schwächste Defensive

Nach vier gespielten Runden stellen die Jets mit 34 Gegentoren die schlechteste Defensive der Liga. Das ist insofern erstaunlich, als in der vergangenen Saison die Unterländer mit der zweitstärksten Verteidigung nach Qualifikationssieger Basel punkten konnten. «Wir haben in der Vorbereitung darum das Augenmerk auf den Angriff gelegt», gibt Assistenztrainer Michael Schmied zu. «Jetzt müssen wir über die Bücher, denn die Defensive ist meiner Meinung nach eigentlich immer noch unsere Stärke. Im Moment klappt die Abstimmung aber nicht wunschgemäss.» (skj/mak)

Julia Suter schiesst Jets-Frauen zum Sieg

Dank einer kämpferischen Leistung und einer starken Livia Werz Im Tor holten die Kloten-Dietlikon Jets in der 3. NLA-Runde auswärts gegen Berner Oberland drei Punkte. Um den 4:2-Sieg zu bewerkstelligen brauchten sie allerdings die vollen 60 Minuten.
Den 0:1-Rückstand aus dem ersten Drittel machte das Team von Cheftrainer René Jaunin im mittleren Abschnitt mehr als wett. Brigitte Mischler sorgte kurz nach Wiederanpfiff für den Ausgleich, ehe Julia Suter die Gäste erstmals in Front brachte. Doch nicht nur Jets-Goalie Livia Werz, sondern auch Krista Nieminen auf der Gegenseite war ein sicherer Wert im Tor. In Folge dessen gelang es den Fliegerinnen, welche über die ganze Partie auf drei Formationen setzten, nicht sich abzusetzen. Mit einem Blitzstart ins dritte Drittel erhöhte Michelle Wiki zwar schnell auf 3:1. Doch das Heimteam verkürzte erneut. Bevor sich dann aber die mässige Konsequenz im Jets-Abschluss rächte, schob Julia Suter zum finalen 4:2 ein. Cheftrainer Jaunin bemerkte nach dem Spiel lediglich: «Ein Arbeitssieg wie er im Buch steht.» (aud)

Bülach trifft 16 Mal

Wer in den Genuss kommt das Telegramm der Erstliga-Partie der Männer zwischen Bülach Floorball und Laupen abzutippen, ist eine Zeit lang beschäftigt. Denn die Zürcher Oberländer zogen in der Bülacher Hirslen gleich mit einer 1:16-Schlappe vom Feld. Dieser Sieg war der erste Vollerfolg im dritten Spiel für die Unterländern. Deren Tempo überforderte Laupen komplett und weil die Bülacher bis zum Schluss durchzogen, sah das Endresultat entsprechend brutal aus. Die Hälfte der Bülacher Tore ging auf das Konto der ersten Sturmlinie mit Topskorer Simon Klingler, Jets-Neuzugang Patrick Kapp, und Marco Hottinger.

Auch Bülachs Lokalrivale Nürensdorf gelang zu Hause ein deutlicher Sieg. Beim 9:2-Erfolg gegen Zürisee Unihockey schrieben sich acht verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein. Als erster Verfolger von Leader Jona-Uznach weist UBN nach drei Runden die beste Plus-Minus-Bilanz (+18) der ganzen Gruppe 2 auf.

Nach zwei Startniederlagen konnten auch die Glattal Falcons die ersten Punkte in der noch jungen Meisterschaft einfahren. Sie bezwangen das bis anhin noch ungeschlagene Frauenfeld auswärts 6:4. (red)

Hot Chilis fehlen am Ende acht Sekunden

Nachdem die Hot Chilis Rümlang-Regensdorf auswärts im NLB-Duell mit Basel einen frühen 1:0-Vorsprung bis in die 58. Minute halten konnten, gelang dem Heimteam acht Sekunden vor Schluss doch noch der entscheidende Treffer zum 2:1. Tags zuvor hatten die Hot Chilis ihren bis anhin einzigen Punkt geholt. Sie unterlagen Uri in der Verlängerung 5:6. Damit sind die Furttalerinnen gemeinsam mit Schlusslicht Yverdon inzwischen das einzige Team der Liga, das nach vier Runden noch kein Erfolgserlebnis verbuchen konnte. (mak)