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Videoüberwachung in Zürich Zürich blickt auf St. Gallen – Kameras am Seebecken bleiben vorerst

Die Stadt Zürich lässt die Kameras rund um den Stadelhoferplatz weitere zwei Wochen hängen. Die Polizei schätzt ihre präventive Wirkung – wohl auch für mögliche Partys in den kommenden Tagen.


Vorerst bleiben Überwachungskameras wie diese rund um den Sechseläutenplatz installiert.

Vorerst bleiben Überwachungskameras wie diese rund um den Sechseläutenplatz installiert.
Foto: Keystone/Christian Beutler 

18 Kameras am Utoquai, auf dem Sechseläuten- und Stadelhoferplatz überwachen seit Anfang März nachts und an den Wochenenden das Geschehen rund ums Bellevue. Weil es da in den vergangenen Wochen immer wieder zu Menschenansammlungen und teilweise gewalttätigen Konflikten gekommen ist, hat die Stadtpolizei diese Massnahme ergriffen. Eigentlich sollten die Kameras an Ostern abmontiert werden, doch sie hängen noch immer. Noch zwei weitere Wochen hält die Stadtpolizei an dieser Massnahme fest, wie Radio Energy mitteilt.

Für die Stadtpolizei hat die Massnahme präventive Wirkung gehabt. Sprecherin Judith Hödl sagt: «Wir hatten in den vergangenen Wochen keine grösseren gewalttätigen Vorfälle. Deshalb kann es gut sein, dass die Kameras eine gewisse Wirkung auf das Geschehen hatten.» Und die zusätzliche Polizeipräsenz habe sicher auch einen Einfluss darauf gehabt, dass es nicht zu Eskalationen gekommen sei.

Wie lange die Kameras tatsächlich installiert bleiben, ist derzeit noch unklar. Möglicherweise wappnet sich die Stadtpolizei mit der Massnahme für mögliche Krawalle, wie sie an den vergangenen beiden Freitagen in St. Gallen stattgefunden haben. In den sozialen Netzwerken hatten die Jugendlichen für das kommende Wochenende auch in Zürich zu ähnlichen Protestaktionen aufgerufen. Ein Aufruf zu einer wilden Corona-Party im Niederdorf sei bereits tausendfach geteilt worden, wie der Blick schreibt. Auf Tiktok und Snapchat kursieren derzeit mehrere Aufrufe unter dem Titel «Losed Zueh ! – Party im Niederdörfli».

Derzeit keine fixe Installation

Bereits im Sommer 2019 hatte die Polizei das Utoquai während zweier Monate überwacht. Auch damals wurde die Massnahme mit Ausschreitungen in diesem Bereich des Seeufers begründet. Unter anderem war ein 22-Jähriger bei einer Schlägerei am Utoquai schwer verletzt worden. Fix installiert sollen die Kameras aber vorerst nicht werden. Das hatte der Gemeinderat Mitte März entschieden. Ein Postulat von Martin Götzl und Stephan Iten (beide SVP) wurde abgelehnt.

4 Kommentare
    Andreas Bollner

    Der Kamerabestand darf ohne weiteres substanziell aufgestockt werden! Wer keinen Dreck am Stecken hat, hat nichts zu befürchten!