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Unterstützung wegen Corona-KriseKanton will ZVV 20 Millionen zahlen

Dem Zürcher Verkehrsverbund sind während des Lockdowns Einnahmen entgangen. Jetzt greift ihm der Kanton vermutlich unter die Arme.

Die Corona-Krise reisst beim Zürcher Verkehrsverbund ein grosses Loch in die Kasse.
Die Corona-Krise reisst beim Zürcher Verkehrsverbund ein grosses Loch in die Kasse.
Symbolbild: Keystone

Der Zürcher Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Nachtragskredit in der Höhe von 20 Millionen Franken. Damit sollen die aufgrund der Corona-Krise ausgebliebenen Einnahmen des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) ausgeglichen werden.

Der ZVV rechne für das laufende Jahr mit rund 22 Prozent tieferen Verkehrseinnahmen im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit.

Da der ZVV das Angebot nur vergleichsweise wenig habe einschränken können, werde nun ein Defizit von 453 Millionen Franken statt des budgetierten Defizits von 347 Millionen Franken erwartet.

Verkehrsunternehmen müssen sich beteiligen

Die am ZVV beteiligten Verkehrsunternehmen müssen Reserven auflösen, um sich an der Deckung des Defizits zu beteiligen. Der Bund wird voraussichtlich 20 Millionen Franken für den Ortsverkehr bezahlen.

Unter dem Strich bleibt eine Unterdeckung von 387 Millionen Franken, die je zur Hälfte vom Kanton und den Gemeinden getragen werden muss. Mit dem beantragten Nachtragskredit soll der zusätzlich notwendige Beitrag des Kantons finanziert werden.

SDA