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Winter werden immer milderKlimaerwärmung lässt Schnee in tiefen Lagen zur Rarität werden

Meteorologen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz haben Untersuchungen durchgeführt. Sie kommen zum Schluss, dass der momentane Trend nur durch verschärfte Massnahmen aufhalten könne.

Passanten überqueren in einer verschneiten Stadt eine Strasse: Ein immer selteneres Bild.
Passanten überqueren in einer verschneiten Stadt eine Strasse: Ein immer selteneres Bild.
Foto: Eddy Risch (Keystone/Archiv)

Die Wintertemperaturen sind wegen der Klimaerwärmung in allen Höhenlagen der Schweiz gestiegen, entsprechend fiel in tiefen Lagen weniger Schnee. Für den Wintersport sollte ab 1500 Metern über Meer der Schnee laut Meteorologen jedoch weiterhin ausreichen.

In höheren Lagen, oberhalb von etwa 1500 bis 2000 Metern über Meer, sei auch in den nächsten Jahrzehnten ausreichend Naturschnee für den Wintersport zu erwarten, teilte Meteoschweiz, das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie, am Donnerstag mit. Den Trend zur Klimaerwärmung würden auch Untersuchungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Österreich zeigen.

Die letzten Jahre brachten vielen Ländern Europas die mildesten Winter der Messgeschichte. In der Schweiz war der vergangene Winter 2019/20 im landesweiten Mittel der wärmste seit Einführung des offiziellen Messnetzes im Jahr 1864, wie Meteoschweiz schreibt. Im landesweiten Mittel folgen auf Platz zwei der Winter 2006/07 und auf Platz drei der Winter 2015/16. (Lesen Sie auch unseren Artikel: Der Abschied vom kalten Schweizer Winter).

Die Bedeutung des Pariser Abkommens

Im Mittelland der Schweiz nahm die Zahl der Tage mit einer Schneedecke in den letzten 90 Jahren zwischen 25 und 35 Prozent ab, dies vor allem seit Ende der 1980-er Jahre mit der kräftigen Wintererwärmung. Auch die Nullgradgrenze stieg am Alpennordhang der Schweiz in den letzten 150 Jahren bereits um etwa 600 Meter auf heute über 900 Meter Seehöhe an.

Unterhalb von 1000 Meter Seehöhe werde deshalb die Schneebedeckung in der Schweiz ohne weiteren Klimaschutz bis 2060 im Vergleich zu heute um über 80 Prozent schwinden. In Höhenlagen über 1500 Meter betrage die Reduktion etwa 30 bis 50 Prozent. Bei Einhaltung des Pariser Abkommens würden die Auswirkungen bis 2060 nur etwa halb so stark ausfallen.

Treibhausgase reduzieren

Das Schweizer Klima zeichne sich durch grosse natürliche Schwankungen aus. Gewisse Änderungen seit der Industrialisierung könnten aber nur als Folge der steigenden Treibhausgasemissionen erklärt werden, schreibt Meteoschweiz.

Mit deutlichen Massnahmen zur Reduktion von klimawirksamen Treibhausgasen, wie Kohlendioxid, könnten die Erwärmung und der Rückgang des Schnees deutlich minimiert werden.

SDA/fal

38 Kommentare
    Sacha Meier

    Solche «…verschärfte Massnahmen…» gegen den Klimawandel gehen genau so wenig, wie intelligente, oder nur schon scharfe Lockdown-Massnahmen gegen eine Pandamie. Das Problem beim Klimawandel ist nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Mineralölsteuern und auch ganze Staaten, sowie König- und Zarenreiche, die ihr Auskommen aus der Öl-, Kohle- und Gasförderung ziehen. Ganz zu schweigen von den vielen Flüchtlingen aus solchen Förderstaaten, wenn die Nachfrage einbräche. Gibt also einen unlösbaren Gordischen Knoten. Samt vielen CO2-freien Energie- und Antriebstechnologien, die weiterhin von den Staaten und der Fossilenergieindustrie unter Verschluss gehalten, oder obstruiert werden. Wegen des Stockholm-Syndroms fühlt sich jeder Westbürger ja auch gleich viel besser, wenn er sich etwa über P2G-Technologie via NiFe-Überspannungselektrolyse, den geschlossenen Kohlenstoffkreislauf mittels Flüssigzinnentkohlung, die aneutronische p-B- Hochdruck-Pulsplasmafusion, oder den gravitoelektromagnetischen Antrieb (wie in den USN UAP Videos gezeigt) lustig macht. Sagt einem ja schon die Intuition, dass so etwas unmöglich ist. So werden wir zwar die Luft in unseren Städten mittels E-Mobilen sauberer machen, gleichzeitig aber verblüfft zur Kenntnis nehmen, dass der CO2-Eintrag Jahr für Jahr weiter steigt. Bis uns der Ressourcenmangel stoppt und die Menschheit aussterben lässt. Ist eben ein erprobtes Rezept der Natur gegen jedes Lebewesen, das nicht nachhaltig leben kann.