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Bald Ex-Präsident?Komiker veräppelt Trump mit Inserat

Mit einer ganzseitigen Zeitungsanzeige für eine vermeintliche Anwaltskanzlei hat der «Daily Show»-Moderator Trevor Noah den US-Präsidenten Donald Trump auf die Schippe genommen.

Trevor Noah – Sohn eines Schweizer Vaters und einer südafrikanischen Mutter – schaltete in mehreren US-Zeitungen dieses satirische Inserat.
Trevor Noah – Sohn eines Schweizer Vaters und einer südafrikanischen Mutter – schaltete in mehreren US-Zeitungen dieses satirische Inserat.
Quelle: Twitter

Juristische Hilfe bei «Mega-Korruption», «zwielichtigem Steuerkram reicher Typen» oder für eine Justizbehinderung? Dieses bietet der Moderator der amerikanischen «Daily Show», Trevor Noah mit einer ganzseitigen Zeitungs-Juxanzeige an.

In der Anzeige der «Präsidenten-Anwälte Trevor Noah & Partner & Söhne» hiess es am Donnerstag: «Sind Sie ein baldiger Ex-Präsident? Kurz vor dem Verlust der Immunität? Ist Ihr Anwalt im Gefängnis? Rufen Sie die sehr feinen Leute an, die auf Ihrer Seite sind.» Die vermeintliche Werbung erschien am letzten Tag des Parteitags der Republikaner in der «New York Times» und in anderen Zeitungen.

Trumps früherer Anwalt Michael Cohen war im Dezember 2018 unter anderem wegen einer Falschaussage vor dem Kongress und wegen Verstössen gegen Gesetze zur Wahlkampffinanzierung zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Dabei ging es auch um Schweigegeldzahlungen, die Cohen nach eigener Aussage im Auftrag Trumps ausgeführt hatte.

In der Anzeige versprechen die angeblichen Anwälte um Noah, Mandanten unter anderem gegen Vorwürfe im Zusammenhang mit Korruption, mit «Mega-Korruption», mit «zwielichtigem Steuerkram reicher Typen» und mit Justizbehinderung zu verteidigen.

«Sie sind der Präsident? Drücken Sie Taste 1»

Wer die in der Anzeige angegebene Telefonnummer wählt, hört eine automatische Ansage: «Wenn Sie der Präsident der Vereinigten Staaten sind, drücken oder sagen sie eins. Wenn Sie nicht der Präsident der Vereinigten Staaten sind, drücken oder sagen sie zwei.»

Unter der ersten Option bietet Noah dem Präsidenten an, ihn und Mitglieder seiner Familie für zehn Millionen Dollar nach Uganda zu bringen, weil das Land kein Auslieferungsabkommen mit den USA habe. Bei der zweiten Option werden Anrufer beglückwünscht, dass sie nicht der Präsident sind – und zur Stimmabgabe bei der Wahl am 3. November aufgefordert.

Museale Trump-Tweets

Vor drei Jahren zeichnete sich Noah verantwortlich für eine museale Ausstellung in New York, die sich um Twitter-Botschaften von Donald Trump drehte. Dazu hatte er die «The Donald J. Trump Presidential Twitter Library» in New York geöffnet. 

Nie zuvor sei ein Präsident so transparent und gleichzeitig so undurchsichtig gewesen, beschrieb Noah das besondere Spannungsfeld der Trump'schen Tweets.

SDA

26 Kommentare
    Klicker Anlaufstelle

    Trevor, du treibst alles auf die Spitze. Das gefällt mir und ich folge Deinen Sendungen.