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«Wer nackt ist, erlebt, welche Energie im Fett steckt»

«Wenn man nackt hüpft, die Brüste fliegen können und der Penis schwingt, dann empfindet man Glücklichkeitsgefühle», sagt die österreichische Choreographin Doris Uhlich.

Das Skandalpotenzial von Nacktheit ist verbraucht. Aber Sie bringen immer wieder Nackte auf die Bühne, warum?

Wir können sehen, welche Energien im Fett stecken – wirklich?

Und Sie waren sofort begeistert, über Ihre damalige Korpulenz ein Stück zu machen?

«Habitat / Halle E» ist Doris Uhlichs bislang grösste Choreografie: Die nackten Körper von 120 Menschen klatschen zu elektronischen Sounds aufeinander. Bild: Katarina Šoškic.

Sie inszenieren also das, was andere als Makel empfinden?

Um emotionales Fleisch?

Es ist aber nicht Ihre Vorstellung, dass mit dem Nacktsein eine Art Urzustand zurückkehrt?

Eine weitere Szene aus «Habitat / Halle E».

Weil unsere Körper von uns selbst, aber auch von der Gesellschaft geformt sind?

Wovon wollen sich die Menschen befreien, die zu Ihnen in die Workshops kommen?

Können Sie genauer beschreiben, wie in Ihren Workshops Schamgrenzen zu Fall gebracht werden können?

Nacktheit als energetischer Zustand, den wir teilen können – das klingt jetzt etwas esoterisch.

Eine Vielfalt?

Jetzt haben Sie bei «Tanz in Bern» ein Stück gezeigt, das von drei Personen bestritten wird, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind – und alle drei sind am Ende des Stücks nackt.

Der Rollstuhl als Körpererweiterung?

In «Every Body Electric» sind Körper auf der Bühne, die man sonst nicht nackt zu sehen bekommt. Auch ein politisches Statement?

Bei Ihnen waren auch schon Nackte im Publikum.

Wissen Sie, warum die das machen und was diese nackten Zuschauer dann anders erleben?