Zum Hauptinhalt springen

Streit um Präsidium bei Gastro-VerbandWie soll die Zürcher Gastronomie künftig sein: Traditionell oder modern?

Wirt Ernst Bachmann darf nach 23 Jahren altersbedingt nicht mehr Präsident sein. Seine Nachfolge soll seinen Kurs weiterführen. Doch der urbanen Szene passt das überhaupt nicht.

Das Coronavirus kannte noch niemand, als die Stadt Zürich vor etwas mehr als zwei Jahren versuchte, als Vermittlerin zwischen den Generationen aufzutreten. Junge, aufstrebende Gastronomen wurden gemeinsam mit der alten Wirtegarde zum Essen ins Zunfthaus zur Waag geladen. Nachdem Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) eine motivierende Rede gehalten hatte, war Ernst Bachmann an der Reihe, Präsident des kantonalen Verbands Gastro Zürich (hier lesen Sie ein Porträt über ihn). Und auch wenn die Absicht der Stadt war, Einheit und Vernetzung zu schaffen – Bachmanns Auftritt liess viele der jüngeren Gastronomen ratlos zurück. «Wir haben uns gefühlt, als wären wir in einem anderen Jahrhundert», hört man von Teilnehmern. Der bürgerliche Bachmann repräsentiere nur einen Teil der Gastroszene – den sehr traditionellen. Viele fühlten und fühlen sich vom Verband – und von Bachmann als dessen Präsidenten – nicht repräsentiert.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.