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Erreichte der Mörder den Säntis über die Nasenlöcherroute?

Die Opfer: Wetterwart Haas und seine Frau. Die Tatwaffe: Eine Browning 7,65. Der Verdächtige: Ein Taugenichts. Chronik eines ungeklärten Mordes.

Früher war die Wetterstation im Winter praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten: Der Säntis. Foto: Keystone
Früher war die Wetterstation im Winter praktisch von der Aussenwelt abgeschnitten: Der Säntis. Foto: Keystone

Das Loch im Täfer ist seltsam unscheinbar, mehr Delle als Loch, es ist von einem schwarzen Rand umgeben, und dort, wo ein Hohlraum sein sollte, haftet eine harte weisse Masse – wie Spachtel zum Ausbessern von Holzrissen. Der Durchmesser des Lochs ist nicht jener einer Murmel, auch nicht jener einer Erbse, sondern noch enger. Es ist unwahrscheinlich, dass dies ein Einschussloch ist, und dennoch: Auf dem Polizeifoto aus dem Jahr 1922 prangen ein handgezeichneter Kreis, exakt an dieser Stelle, links des Fensters, auf Bauchhöhe an der Wand, und die Beschriftung: «Die Einschlagstelle stammt von der Tatwaffe, einer Browning mit dem Kaliber 7,65.»

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