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«Ich bin mehr Sportlerin denn Showgirl»

Etwa 400 Nachwuchstalende aus Eislauf und Stepptanz stellen die Geschichte um «Heidi» dar. Eiskunsteliteläuferin Céline Eng schlüpft dabei in die Rolle der fiesen Tante Dete.

Céline Eng ist in Bülach aufgewachsen und hat hier die Schlittschuhe und an ihrer Sportkarriere geschliffen.
Céline Eng ist in Bülach aufgewachsen und hat hier die Schlittschuhe und an ihrer Sportkarriere geschliffen.
Martin Allemann

In ihrer dritten Ausgabe bringt die Show Kids on Ice die berühmteste Schweizer Kindergeschichte «Heidi» aufs Eis. An die Romane von Johanna Spyri angelehnt, verkörpern die Kinder und Jugendliche die Erlebnisse von Heidi, ihrem Alpöhi, dem Geissenpeter, Klara und der fiesen Tante Dete mit abwechslungsreichen Choreografien und farbenfrohen Bildern. 200 Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer des Winterthurer Schlittschuh-Clubs und rund 200 Stepptänzerinnen und Stepptänzer unter der Leitung des Dance Studio Borak werden von Andrew Bonds Live-Musik begleitet.

Céline Eng, wann haben Sie mit dem Eislaufen angefangen?Céline Eng (19): Ich bin da wortwörtlich reingerutscht. Im Alter von sechs Jahren hat mich ein «Gspöndli» auf dem Spielplatz gefragt, ob ich mal mit auf’s Eis komme. Es gefiel mir. Mich hatte weniger das «Prinzessinnenhafte», vielmehr der Sport interessiert. Ich bin ein sportlicher Mensch, für mich steht der Wettkampf und nicht das Glamouröse im Vordergrund. Am Anfang war es ein reines Hobby. Dann wurde man auf mich aufmerksam, fand es währe Talent vorhanden. Also nahm ich Privatlektionen, absolvierte Sprungtrainings, studierte eine kurze Kür ein und freute mich über das erste eigene Kleidchen. Mit zunehmendem Erfolg (Podestplätze bei Schweizermeisterschaften) wuchs die Leidenschaft.

Sie arbeiten heute mit einem Teilpensum als Kaufmännische Angestellte auf dem Notariat Bülach und gehen in der übrigen Zeit ihrer Berufung nach?Ja. Eiskunstlauf ist Teil meiner Persönlichkeit. Das wurde seitens Schule, Lehrbetrieb und Familie immer unterstützt – ich kenne es gar nicht anders. Deshalb habe ich mein Arbeitspensum so gewählt, dass ich täglich ein bis zwei Stunden trainieren kann. Dazu kommen dann noch die Wettkämpfe und Galas.

In einer solchen – Kids on Ice – laufen Sie am 8. April im Zürcher Hallenstadion. Wie kam es zu diesem Engagement?Zwölf Jahre lang habe ich in Bülach auf dem Eis gestanden und jetzt, nach Trainerwechsel, bin ich beim Winterthurer Schlittschuh-Club Mitglied. Dieser hat das Schaulaufen Kids on Ice lanciert. Also lag es auf der Hand, insbsondere als bereits «ältere» Läuferin, in verschiedene Charaktere zu schlüpfen.

Welche Rollen verkörpern Sie denn in «Heidi»?Nicht die Titelfigur, davon gibt es mehrere. Ich bin «Dete». Also die eigentlich fiese Tante, die es aber gut mit Heidi meint und ihr erst die Alpen und dann Frankfurt schmackhaft macht.

Macht es Ihnen Mühe einen eher gemeinen Charakter darzustellen?Schon, da ich mehr eine sanftmütige Person bin.

Was ist das Herausfordernde, Schwierige an dieser Figur?Weniger das Darzustellende, vielmehr die Koordination. Es ist Teamarbeit und da bin ich als Einzelsportlerin gefordert.

Welche Kindheitserinnerungen verbinden Sie mit dem «Stoff» von Johanna Spiri?Ich kannte die Geschichte, klar. Sie war mir aber nicht mehr so präsent.

Sie sind eben aus London zurückgekehrt, von einem Wettkampf?Nein, ein privater Besuch. Aber vorher habe ich als Zuschauerin die Eiskunstlauf Weltmeisterschaften in Mailand besucht.

Jetzt sind Sie mitten in der Probenendphase?Seit Januar übten wir die einzelnen Nummern, teils bei Regen, Schnee und Wind, auf dem Aussenfeld ein. Jetzt wird das Ganze mit Hauptproben zusammengefügt.

Haben Sie sich schon im Steppen probiert?Nein. Es hat aber auch mit Musik, Rhythmus und Ausdruck zu tun, da gibt es Paralellen zum Eiskunstlauf. Aber ich sehe dort eher weniger den sportlichen Aspekt.

Dann sehen Sie sich künftig kaum als «Showgirl» und vielmehr als aktive Sportlerin?Ich bin sprungstark, an Technik, messbaren und bewertbaren Elementen intressiert. Aber natürlich freue ich mich auf die Show und damit auch den Nachwuchs zu unterstützen.

Kids on Ice – «Heidi»Sonntag, 8. April, 15.30 Uhr. Hallenstadion Zürich-Oerlikon. Tickets: www.ticketcorner.ch, Hotline 0900 800 800 (1.19 Fr./Min.).

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