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«Und, wie lebt ihr Lesben so?»

Nun, ganz normal! Dafür mussten wir aber einen weiten, steinigen Weg gehen. Eine lesbische Autorin blickt zurück.

«Meine Bubble war komplett, und mir war darin so wohl wie noch nie irgendwo in meinem Leben»: Ein Pärchen geniesst die Zeit. Foto: iStock
«Meine Bubble war komplett, und mir war darin so wohl wie noch nie irgendwo in meinem Leben»: Ein Pärchen geniesst die Zeit. Foto: iStock

Es ist noch nicht so lang her, da sagte eine sehr liebe Arbeitskollegin, die selbst kurz vor der Pensionierung stand: «Simone, kannst du nicht mal darüber schreiben, wie ihr Lesben so lebt? Ich stell mir das wahnsinnig aufregend vor.» Im Grunde ihres guten Herzens wusste sie genau, dass ich und meine Freundin recht ähnlich lebten wie sie und ihr Mann: vom Journalismus, ohne Kinder, mit einem Hang zu feinen Beizen und schönen Reisen. Ganz normale Hedonistinnen also, die nachts schlafen, bei Tage arbeiten und zwischendurch den Haushalt machen. Aber meine Kollegin stellte sich irgendwas Besonderes vor. Vielleicht, dass wir uns vor dem Einschlafen in Hosenanzügen von Jil Sander aus den Romanen von Virginia Woolf vorlesen? Ich musste sie da leider enttäuschen. Wir leben so was von normal.

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