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Verhaftet im Bezirk BülachEr importierte und verkaufte Hundewelpen illegal

Die Polizei machte einen 33-Jährigen dingfest, weil er widerrechtlich Hundewelpen in die Schweiz eingeführt und im Internet zum Kauf angeboten hat.

Die Welpen stammen häufig aus osteuropäischen Ländern und können Krankheiten einschleppen.
Die Welpen stammen häufig aus osteuropäischen Ländern und können Krankheiten einschleppen.
Symbolfoto: Pixabay

Ermittlungen der Kantonspolizei haben Anfang Januar zur Verhaftung eines 33-jährigen Schweizers im Bezirk Bülach geführt. Er soll Hundewelpen illegal in die Schweiz eingeführt und im Internet auf betrügerische Art zum Kauf angeboten haben. Die Welpen seien teilweise bei hier ansässigen Tierarztpraxen gechipt und mit Schweizer Heimtierpässen ausgestattet worden, wie es in einer Mitteilung der Polizei heisst. Dies, um sie als einheimische Hunde einfacher und teurer verkaufen zu können. Drei Hundewelpen sind sichergestellt und dem Veterinäramt Zürich übergeben worden. Gegen den im Bezirk Bülach wohnhaften Mann hat die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Betrugs und Widerhandlungen gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz ein Verfahren eingeleitet.

Sehr hohe Gewinnmargen

Der illegale Hundehandel, mit welchem sehr hohe Gewinnmargen erzielt würden, stelle im EU-Raum und zunehmend auch in der Schweiz ein grosses Problem dar, heisst es in der Mitteilung weiter. Der florierende Haustierboom und allzu leichtgläubige Tierkäufer würden es kriminellen Hundehändlern besonders einfach machen. Auf entsprechenden Internetportalen werden Hunde und Katzen zahlreich angeboten. Dies oft mit falschen Angaben über den Anbieter und das Herkunfts-/Zuchtland.

Häufig stammen diese Tiere aus osteuropäischen Ländern, wo sie meist unter qualvollen Bedingungen gezüchtet und anschliessend über das Internet angepriesen werden. Häufig erfolgt die Übergabe der Tiere an Schweizer Käufer bereits im grenznahen EU-Raum. Damit übernehmen die Erwerbenden auch die Verantwortung für die Einfuhr in die Schweiz. Oft sind die Tiere jedoch mit unkorrekten Papieren ausgestattet und sind beispielsweise nicht gegen Tollwut geimpft.

Einschleppung von Krankheiten

Mit der Einfuhr solcher Tiere wird die Gefahr zur Einschleppung von Krankheiten, insbesondere der lebensbedrohlichen Tollwut, in Kauf genommen. Dies kann strafrechtliche Konsequenzen sowie die Beschlagnahmung und Einschläferung des Tiers durch die Veterinärämter zur Folge haben. Zudem werden solche Hundewelpen oft viel zu früh vom Muttertier getrennt; dadurch sind diese Welpen häufig verhaltensauffällig und leiden vermehrt an schwer heilbaren Krankheiten und Parasitenbefall.

Die Anschaffung eines Haustiers sollte auf jeden Fall gut und sorgfältig überlegt sein. Denn Tiere sind keine Ware, die problemlos umgetauscht oder zurückgegeben werden können.

Weiterführende Informationen zum Thema Hundekauf und Hundeimport: www.hundekauf.ch

mcp

1 Kommentar
    Diana S

    Ein wichtiger Bericht mit notwendiger Information! Leider boomt dieser Markt und die Tiere bezahlen den hohen Preis dafür...