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Zeitreise KlotenMasken im Flugzeug im Jahr 1983

Masken erhalten für Flugreisende mit Corona eine ganz neue Aufgabe.

Die Vorzeigefamilie bei der Maskendemonstration.
Die Vorzeigefamilie bei der Maskendemonstration.
Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Das Anlegen und Tragen von Masken an Bord eines Passagierflugzeuges: Diese Vorzeigefamilie demonstriert im Jahr 1983 in einem sicher auf Klotener Boden stehenden Flugzeug, wie es geht. Jeder und jede, die zu dieser Zeit mit dem Flugzeuge reiste, dürfte sich an die gelben Plastikdinger erinnern. Noch am Boden führte das Kabinenpersonal die Handhabung vor. Intern wurde diese eher wenig beliebte Aufgabe als Cabaret bezeichnet, die Maske trug den Übernamen «Schnorchel».

Das «Cabaret mit Schnorchel» war nicht bei allen Flight-Attendants gleich beliebt.
Das «Cabaret mit Schnorchel» war nicht bei allen Flight-Attendants gleich beliebt.
Foto: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv

Das auf den Sitzen festgeschnallte Publikum verfolgte den Auftritt mit unterschiedlichem Interesse. Die Flugneulinge äugten mit einer Mischung aus Neugierde und Respekt nach vorne, während Vielfliegeroder jene, die dafür gehalten werden wolltendemonstrative Gleichgültigkeit an den Tag legten. Das Vorturnen mit Masken wurde bei den meisten Fluggesellschaften mit der Einführung des Bordunterhaltungssystems von einem Film abgelöst. Die Aussage blieb die gleiche: Kommt es in der Flugzeugkabine zu einem Druckabfall, gehört die Maske schnellstmöglich über Nase und Mund.

2020 wird das Thema Masken an Bord nun plötzlich um eine ganz neue Dimension erweitert. Viele Fluggesellschaften werden von den Passagieren – wenn sie dann wieder reisen dürfen – zum Schutz vor dem Coronavirus das Tragen einer Hygienemaske verlangen. Ob es dann einen Film oder gar eine Vorführung zur korrekten und wirkungsvollen Handhabung des papierenen Schutzes geben wird, muss sich zeigen. Schaden täte es wohl nicht, ist man versucht zu sagen.