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Nach Verzicht von ReynardSeiler Graf nimmt sich aus dem Rennen für Levrat-Nachfolge

Mathias Reynard und Priska Seiler Graf haben als Team für das SP-Präsidium kandidiert. Beide haben sich nun zurückgezogen.

«Mein Herz und mein Mut sind hier»: Mathias Reynard will nicht mehr Levrat-Nachfolger werden.
«Mein Herz und mein Mut sind hier»: Mathias Reynard will nicht mehr Levrat-Nachfolger werden.
Keystone/Alessandro della Valle
SP-Politikerin Priska Seiler Graf trat zusammen mit Reynard an. Auch sie zieht ihre Kandidatur zurück.
SP-Politikerin Priska Seiler Graf trat zusammen mit Reynard an. Auch sie zieht ihre Kandidatur zurück.
KEYSTONE
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Der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard will nicht mehr für die Nachfolge des abtretenden SP-Parteipräsidenten Christian Levrat kandidieren. Dies gab der Politiker in einem Interview mit der Zeitung «Le Nouvelliste» am Montag bekannt.

Sein Herz habe zwischen dem Walliser Staatsrat und der SP-Präsidentschaft hin und her geschwankt, sagte der 32-Jährige. Er wolle aber nunmehr für den Walliser Staatsrat kandidieren und verzichte daher darauf, sich um das Spitzenamt der SP weiter zu bemühen.

«Mein Herz und mein Mut sind hier», sagte Reynard weiter in dem Interview. «Ich möchte meinem Kanton und seinen Bewohnerinnen und Bewohnern zurückgeben, was sie mir bisher ermöglicht haben», betonte der SP-Politiker gegenüber der Zeitung.

Abwägung des Nutzens

Ausserdem gab er an, dass es kein Druck aus der Partei oder aus der Bevölkerung gewesen sei, der ihn zu diesem Entscheid veranlasst habe. Es sei vielmehr der Eindruck gewesen, dass er für seinen Kanton nützlicher sein könnte, als für die Gesamtschweizer Partei.

«Die Sensibilität der Linken, die Pluralität und der Geist der Offenheit, die im Wallis herrschen, müssen im Staatsrat vertreten sein, und ich werde für die Erfüllung dieser Aufgabe nützlicher sein, als wenn ich das Land als Präsident der SP führen würde», erklärte er weiter.

Seiler Graf zieht sich auch zurück

Reynard hatte angekündigt, dass er zusammen mit der Zürcher Nationalrätin Priska Seiler Graf für die SP-Präsidentschaft kandidieren werde. Auch sie hat ihre Kandidatur nun zurückgezogen, wie sie in einer Mitteilung am Montag schreibt: «Ich bin überzeugt davon, dass Mathias und ich zusammen genau das richtige Team gewesen wären.» Daher komme eine Einzelkandidatur oder die Suche nach einer anderen möglichen Co-Präsidentin oder einem anderen möglichen Co-Präsidenten für sie nicht in Betracht.

Die Nachfolge von Christian Levrat hätte eigentlich im April besiegelt werden sollen – doch das Vorhaben wurde aufgrund der Corona-Krise auf den Oktober verschoben. Interesse am Spitzenamt bei der SP bekundet hatten zudem Mattea Meyer (Nationalrätin ZH) und Cédric Wermuth (Nationalrat AG) für eine Co-Präsidium sowie Martin Schwab (SP Nidau BE) als Einzelkandidat.

SDA

6 Kommentare
    Vincenzo Napolitano

    Wie löblich von Herrn Reynard, dass er dem Wallis etwas zurückgeben will! Ich staune, wie ein 32-Jähriger in seiner relativ kurzen Zeit als Politiker bereits «so viel» erhalten hat, dass er sich bereits genötigt fühlt, etwas zurück zu geben.

    Oder liegt es eher daran, dass er als SP-Präsident ca. 65'000.00 / Jahr erhält gegenüber einem abgesicherten Job im Staatsrat plus allen Benefits und einem schönen Gehalt, dass mit Sicherheit über CHF 180'000.00 liegt (sofern er gewählt wird)? Ein Schelm wer Böses dabei denkt.