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Die 7 schönsten Filmmelodien von Ennio MorriconeMehr als nur die Mundharmonika

Für einmal gilt die übliche Nachruf-Floskel: Diese Melodien werden auch nach Ennio Morricones Tod weiterleben.

Charles Bronson wurde Kult dank seinem Auftritt in «Spiel mir das Lied vom Tod». Der Komponist Ennio Morricone ebenfalls.
Charles Bronson wurde Kult dank seinem Auftritt in «Spiel mir das Lied vom Tod». Der Komponist Ennio Morricone ebenfalls.
Foto: Paramount Pictures

«Per qualche dollaro in più»

Morricone liebte gepfiffene Melodien und Maultrommeln. Hier gibts beides – und dazu jene Ahnung von Hitze und Härte, die den Italo-Western im Allgemeinen und Sergio Leones «Dollar»-Trilogie im Speziellen durchglüht. (suk)

«Spiel mir das Lied vom Tod»

Es ist die berühmteste Mundharmonikamelodie der Musikgeschichte. Und vielleicht die berühmteste Melodie von Ennio Morricone. Kein Wunder, sie ist unverkennbar. Dabei besteht sie aus nur drei Tönen – das muss man erst einmal schaffen. (suk)

«L’uccello dalle piume di cristallo»

Den Thriller von Dario Argento stattete Morricone mit Popmelodien und wunderbar käsigen Lounge-Klängen aus. Sein Sinn für Atonales kommt hier auch gut raus; der Mix wurde in der Folge hundertfach kopiert. (blu)

«Sacco e Vanzetti»

Vier schlichte Zeilen, endlos wiederholt – und man bringt sie nie mehr aus dem Kopf. Ennio Morricone schrieb sie für Joan Baez und Giuliano Montaldos Film über die Anarchisten Nicola Sacco und Bartolomeo Vanzetti, die 1927 in den USA hingerichtet wurden. (suk)

«The Thing»

Horrorfilmregisseur John Carpenter soll so unzufrieden gewesen sein mit den Kompositionen seines Idols, dass er selbst nachbesserte. Wie dem auch sei, Morricones früher elektronischer Soundtrack klingt geradezu avantgardistisch. (blu)

«Once Upon a Time in America»

Dieser Soundtrack gilt als Morricones sinfonisches Meisterwerk: Weil er genau so eingängig ist wie die anderen, aber auch zeigt, wie ambitioniert Morricone auch jenseits der Soundtracks war. Dass er lieber für seine Klavierkonzerte und Kammermusikwerke berühmt geworden wäre, hat er immer wieder betont. (suk)

«The Hateful Eight»

Für Tarantinos Schneewestern schrieb Morricone ein bombastisches Titelthema, als wolle er seine vorherigen Western-Soundtracks alle übertönen. Dabei bleibt die Stimmung durchweg unheimlich, und das Spiel mit den Motiven ist köstlich. (blu)

8 Kommentare
    Michael Matter

    Sieben Melodien sind doch viel zu wenig für ein Kaliber wie Morricone...

    Neben dem bereits erwähnten Cinema Paradiso müsste noch mindestens Gabriels Oboe aus The Mission hin. Und dann 1900... so viele wunderbare Melodien!