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Plötzlich Mörder

In der Kolumne «Zugespitzt» ­greifen Redaktoren Themen aus dem Unterländer Alltag auf.

Am Bezirksgericht Bülach muss sich zurzeit ein Trio, bestehend aus einem Ehepaar und einem Kollegen, wegen zweier Morde verantworten. Die Verhandlung wurde zu Beginn auf vier Tage angesetzt. Inzwischen sind drei davon vergangen. Die Befragung der Beschuldigten fand letzte Woche statt. Am Montag folgten nun die Plädoyers von Staatsanwältin, Geschädigtenvertretern und dem Verteidiger des Hauptbeschuldigten.

Als ich mich am Morgen auf den Weg zum Gericht machte, wusste ich bereits, dass mich ein langer Arbeitstag erwartet. Doch als die Verhandlung um 9 Uhr begann, konnte ich nicht damit rechnen, den Raum erst um 21 Uhr wieder verlassen zu können. Die Staatsanwältin hatte angekündigt, dass sie für ihr Plädoyer bis zu vier Stunden Zeit brauchen werde. Sie war dann gar noch ein wenig schneller, sodass sie noch vor der Mittagspause ihre Anträge stellen konnte: dreimal lebenslänglich und eine Verwahrung für den Haupttäter.

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