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Denn sie glauben an ein Happy End

Für einen Film wäre ein Untergang, eine dramatische Niederlage eigentlich ein gutes Ende. Darum: Am Dienstag wäre ein passender Moment gewesen, das Projekt «Grundeinkommen» in Rheinau, das ja auch ein Filmprojekt ist, zu beenden. Das Ziel, über sechs Millionen Franken für einen einjährigen Testlauf zu sammeln, wurde bei Weitem verfehlt. Nicht einmal 2,5 Prozent der Summe sind zusammengekommen. Ein grandioses Scheitern mit Tränen vor der Kulisse des Rheins und der Klosterinsel als letzte Szene. Klappe, Schlusslied, Abspann. Doch es geht weiter. Die Initiantinnen um Regisseurin Rebecca Panian kündigten die nächste Diskussionsrunde an, sponnen Ideen für die Zukunft. Angesichts des miserablen Sammelergebnisses mag dies erstaunen, man mag es sogar als Zwängerei ansehen. Die Mängel des Projekts sind nach wie vor offensichtlich: Die Geldsuche war naiv organisiert und wie aussagekräftig die wissenschaftliche Begleitung des Versuchs sein wird, ist zweifelhaft.

Das Thema Grundeinkommen ist aber kein Film, es ist eine Fortsetzungsgeschichte. Den Initiantinnen geht es nicht nur um die Show, sondern um die Idee. Insofern ist es folgerichtig, dass sie weitermachen, und dabei auch vermehrtes Kopfschütteln in Kauf nehmen. Sie sind bereit für ihre Utopie einen weiten Weg zu gehen. Denn sie glauben – irgendwann – an ein Happy End.

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