Kommentar

Schweigen ist nicht immer Gold

ZU-Redaktor Manuel Navarro kommentiert die Misstöne rund um den Glattfelder Gemeinderat im Zuge der Freistellung von Gemeindeschreiberin Beatrice Wüthrich.

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Von aussen sieht es nicht gut aus. Glaubt man den Gerüchten, so ist die Situation im Glattfelder Gemeinderat mehr als schlecht und von Misstrauen und Animositäten geprägt.

Dass nun auch noch die Verwaltungschefin gehen muss, die in den 25 Jahren davor offenbar im Dorf und bei vielen früheren Behördemitgliedern beliebt und angesehen war, wirft ein noch schlechteres Licht auf das Ganze.

Es ist höchste Zeit, dass der Gemeinderat Klartext spricht.

Ungut ist dabei vor allem, dass gar nicht so recht klar ist, was eigentlich Sache ist. Die Behörde hält sich mit konkreten Informationen zurück. Die Medienmitteilung zum Abgang von Beatrice Wüthrich umfasst gerade einmal fünf Sätze, dass die Gemeindeschreiberin de facto freigestellt ist, ging daraus nicht hervor.

Es ist deshalb höchste Zeit, dass der Gemeinderat Klartext spricht. In welchen Punkten war man sich mit der Gemeindeschreiberin nicht mehr einig? Warum hat man sich dazu entschieden, auf mehr als zwei Jahrzehnte Erfahrung zu verzichten?

Wie gut können die Behördenmitglieder wirklich zusammenarbeiten? Ist das Verbot von elektronischen Geräten an Sitzungen nur eine Kuriosität oder Ausdruck einer gespaltenen Behörde? Allzu lange wird sich die Bevölkerung nicht mehr mit ein paar Krümeln an Information abspeisen lassen. Schweigen ist nicht immer Gold.

Erstellt: 23.07.2019, 17:28 Uhr

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