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Mit dem Bagger gegen die Geschichte

Manuel Navarro zum Fall «Fröschegrueb».

Es war – der Ausdruck sei in diesem Fall erlaubt – ein geradezu legendärer Streit, der in Regensdorf über Jahre hinweg ausgefochten wurde. Gezankt wurde um ein altes Bauernhaus, die «Fröschegrueb», die im 16. Jahrhundert erbaut wurde und prominent im Dorfkern von Regensdorf stand. Die Streithähne: Der Besitzer des Hauses, von Beruf Architekt, und die Zürcher Vereinigung für Heimatschutz (ZVH), ein Verein, der es sich zum Ziel gesetzt hat, baukulturelles Erbe und Kulturlandschaften zu schützen. Die Fröschegrueb als Jahrhunderte altes Relikt der Geschichte von Regensdorf wurde 2003, drei Jahre bevor es vom jetzigen Besitzer gekauft wurde, rechtskräftig unter Schutz gestellt.

Genützt hat es nur bedingt. Der Zustand des Gebäudes verschlechterte sich mehr und mehr, 2014 stürzte ein Teil davon sogar ein. 2015 schliesslich folgte für das Haus ein Ende mit Schrecken: Die Gemeinde liess es abreissen, obwohl zu dem Zeitpunkt fraglich war, ob Regensdorf dies in dem Moment überhaupt erlauben durfte. Seit dieser Woche ist nun bekannt, dass an der Stelle des ehemaligen Bauernhaus ein ähnlich aussehend müssender Ersatzbau entstehen kann. Damit dürfte dieses Kapitel Regensdorfer Geschichte endgültig abgeschlossen sein.

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