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Streit um ImpfstoffModerna dementiert Schweizer Abmachung

Der Bund habe eine Investition in die Produktion bei Lonza vertraglich geregelt, sagte Bundesrat Berset. Nun äussert sich Moderna erstmals zu dieser Frage – und verneint. Der Bund hält allerdings an seinen Aussagen fest.

Das US-Unternehmen Moderna lässt seinen Impfstoff bei Lonza herstellen.
Das US-Unternehmen Moderna lässt seinen Impfstoff bei Lonza herstellen.
Foto: Tamedia

Hat die Schweiz die Chance verpasst, sich an der Produktion von Impfstoff bei Lonza in Visp zu beteiligen? Diese Woche äusserte sich Bundesrat Alain Berset an einer Medienkonferenz zu dieser Frage und lenkte die Aufmerksamkeit weg von Lonza, hin zu Moderna. Das US-Biotechunternehmen entwickelte den neuen mRNA-Impfstoff gegen Covid-19. Lonza stellt den Wirkstoff exklusiv für Moderna her.

Berset sagte am Mittwoch in Bern, man habe sich im vergangenen Frühling zuerst mit Lonza und dann mit Moderna getroffen. Beim Treffen mit dem US-Unternehmen sei eine verbindliche Absichtserklärung, ein sogenanntes «memorandum of understanding», erstellt worden. Dieses habe den Impfstoffkauf detailliert geregelt. Darin sei festgehalten, dass ein Teil dieses Geldes bei Lonza in Visp investiert werde. «So war es möglich, den Impfstoff zu bestellen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Investition in der Schweiz getätigt wird», sagte Berset.

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