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Patientenwille in der Corona-Zeit«Der Patient hätte das nie und nimmer gewollt»

Wie heikel ist die Empfehlung, in der Pandemie eine Patientenverfügung zu erstellen – soll man Platz machen für Erkrankte mit besseren Chancen? Intensiv-Mediziner Peter Steiger erklärt.

Ein Covid-19-Patient im November auf der Intensivstation des Spitals in Yverdon-les-Bains.
Ein Covid-19-Patient im November auf der Intensivstation des Spitals in Yverdon-les-Bains.
Foto: Keystone

Die Bilder von den Lastwagen in Italien, die Berge von Särgen abtransportierten, haben sich in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt. Krankheit und Tod haben sich als reales Risiko ins Rampenlicht unserer Fitnessgesellschaft geschoben. Und damit die Frage danach, was Leben ausmacht; was am Ende zählt. Auch für die Medizin ist das eine Frage.

Die Schweizerische Gesellschaft für Intensivmedizin fordert in einem aktuellen Schreiben zur verschärften Corona-Situation dazu auf, dass sich Menschen überlegen, welche intensivmedizinischen Behandlungen sie wünschen: «Alle Personen – vor allem diejenigen, die durch das neue Coronavirus besonders gefährdet sind – werden gebeten, sich im Rahmen einer Patientenverfügung Gedanken dazu zu machen, ob sie im Falle einer schweren Erkrankung lebensverlängernde Massnahmen erhalten möchten oder nicht.»

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