Kloten

Absenzen wiegen zu schwer

Fussball Im Duellder NLB-Absteigerinnenverlor Kloten zu Hausegegen Walperswil 2:4. DieUnterländerinnen hattenwichtige abwesendeSpielerinnen zu beklagen.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Walperswil, ein schmuckes Dorf in der Nähe des Bielersees mit 1000 Einwohnern, hat dem FC Kloten am 12. November 2017 einen historischen Moment beschert. Erstmals in der Vereinsgeschichte gewann ein Klotener Team in der NLB (bei den Männern die heutige Challenge League) ein Meisterschaftsspiel. Die Klotener Frauen siegten damals gegen Walperswil 4:1.Gestern Sonntag kam es auf dem Stighag zur gleichen Begegnung. Nicht mehr in der NLB, sondern in der Gruppe 1 der 1. Liga. Diesmal behielten die starken Bernerinnen, die mit zwölf Punkten verlustpunktlos die Rangliste anführen, mit 4:2 das bessere Ende für sich. Die Flughafenstädterinnen haben nach drei Runden drei Punkte geholt. Und vor zehn Tagen ihren Trainer Peter Wartmann nach einer internen Aussprache verloren. Der Erfolgscoach gab nach dem Teamgespräch seinen Rücktritt bekannt, um der Equipe neuen Schub zu verleihen. Seine Massnahme zeitigte Erfolg. Die Partie danach zu Hause gegen Vuisternens/Mézières gewannen die Flughafenstädterinnen mit Trainer Giuseppe Zizza, dem früheren Assistenten, 2:1. «Dieser Sieg war enorm wichtig. Denn wir Spielerinnen standen nach dem Rücktritt von Pitsch Wartmann natürlich unter speziellem Druck und spezieller Beobachtung», sagt Innenver­teidigerin Sabrina Bodenmann zu den turbulenten Tagen Ende August.

Bushati bringt Schwung

Walperswil war allerdings ein Geg­ner von ganz anderer Qualität als Vuisternens/Mézières eine Woche zuvor. In den ersten zehn Minuten betrieben die Bernerinnen ein derart intensives Pressing, sodass die Klotenerinnen kaum zu ihrer Platzhälfte herauskamen. Danach und 0:1 in Rückstand liegend verschafften sich die Gastgeberinnen etwas Luft. Nicht zwingend war das 0:2 nach 27 Minuten. In der 38. Minute wechselte Giuseppe Zizza Stossstürmerin Leutrime ­Bushati ein, die in der Klotener Offen­sive für neuen Schwung sorgte. Das war bitter nötig. Denn die Trainer Giu­seppe Zizza und Bernhard Deuber mussten gegen Walperswil auf die Angreiferinnen Na­dine Baker (Knochenriss in ­Nase), Sonja ­Beer (Beruf) und Na­dine Jamie Bertschy (Ferien) verzichten. ­Bushati traf in der 55. Minute dann nur die Walpers­wiler Latte statt zum 1:2. In der 68. Minute erhöhten die Gäste mit einem Lobball zum 0:3. Zehn Minuten später verkürzte Leu­trime Bushati zum 1:3. Ein wei­terer Lobball führte zum 1:4, der Anschlusstreffer in der 91. Minute fiel zu spät.

«In den ersten zehn Minuten haben wir keinen Ball gesehen», meinte nach Spielschluss Jes­sica Krebs, die sich nach einem Schlag auf ihr Gelenk in der 62. Minute auswechseln lassen musste. Bereits in der 33. Minute verliess Sabrina­ Boden­mann wegen einer Zerrung das Feld.

Nach dem Schlusspfiff hielt sich die Enttäuschung im Klotener Lager in Grenzen. Die auf­opferungsvolle Laufbereitschaft ihrer Frauen trotz immenser Hitze­ zwischen 12 und 13.50 Uhr war mit ein Grund dafür. «Walperswil hat mit vier Stürme­rin­nen begonnen und uns so überrascht. Danach konnten wir aber immer mehr auch über die Flügel angreifen, was wir noch verbessern wollen», bilanzierte Trainer Zizza. «Wir wussten nach dem Abstieg mit vielen Niederlagen in der NLB, dass wir in der 1. Liga mental und spielerisch, mit mehr Ballbesitz, arbeiten müssen. Da sind wir auf dem richtigen Weg», ergänzte FC-Kloten-Frauen­lei­terin Deborah Staub.

()

Erstellt: 09.09.2018, 21:32 Uhr

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Haben Sie etwas Spannendes gesehen oder gehört?
Schicken Sie uns ihr Bild oder Video per E-Mail an webredaktion@zuonline.ch oder informieren Sie uns telefonisch unter der Nummer 044 854 82 14. Mehr...

Inserieren

Anzeigen online aufgeben
Inserate einfach online aufgaben

Kommentare

Bonus-Angebote

Bonus-Angebote

Alle Bonus-Angebote im Überblick.