Frau von Zürcher Politiker vertreibt Einbrecher mit Axt

Ein Mann bricht beim Gemeindepräsidenten von Niederglatt ein. Nur hat der Täter nicht mit dessen Ehefrau gerechnet.

Die Axt: Zuerst diente sie dem Einbrecher, dann diente sie der Hausherrin, um den Einbrecher in die Flucht zu schlagen.

Die Axt: Zuerst diente sie dem Einbrecher, dann diente sie der Hausherrin, um den Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Bild: Screenshot Facebook

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Was sich am Donnerstagvormittag in Niederglatt abgespielt hat, liefert Stoff für ein neues Genre: die Räuberaxt. Diese spielte sich im Vorgarten des SVP-Gemeindepräsidenten und Kantonsrats Stefan Schmid ab und bietet alle Ingredienzen einer guten Geschichte: Gut gegen Böse, eine couragierte Heldin, ein Happy End. Den Schmids, das vorweg, geht es gut. Sie seien glücklich, dass die Sache glimpflich verlaufen sei, sagt Stefan Schmid am Telefon. Noch sei der Schock aber nicht ganz überwunden.

Die Axt erinnert daran, dass da eine Hausherrin wohnt, die sich zu wehren weiss.

Am Donnerstag um 11 Uhr hörte Stefan Schmids Frau (sie möchte hier lieber nicht mit Vornamen genannt werden), wie Glas splitterte. Sie schaute nach, was da los war. Offensichtlich «bediente» sich ein Einbrecher einer Axt, um ein Fenster einzuschlagen, wie Stefan Schmid auf Facebook schreibt. Frau Schmid ertappte den Einbrecher dabei, wie er sich gerade durch das eingeschlagene Fenster ins Haus zwängte. Sie ergriff nun ihrerseits die Axt, die unter dem Fenster lag, und «schrie den Täter zusammen». Dieser flüchtete mit einen Sprung aus dem ersten Stock.

Den Mann im Gebüsch wiederentdeckt

Die Polizei sei schnell vor Ort gewesen, schreibt Schmid weiter, der Täter schien flüchtig – bis Frau Schmid diesen in Nachbars Garten entdeckte. Dort harrte er in einem Gebüsch. Die Kantonspolizei verhaftete den Mann, die Sanität versorgte ihn vor Ort, danach nahmen ihn die Polizisten in Gewahrsam. Die Kapo bestätigt den Vorfall, der Täter sei der Staatsanwaltschaft zugeführt worden.

Als Stefan Schmid selbst gegen 13.30 Uhr zu Hause war, sei alles schon vorbei gewesen. Die Sache auf Facebook öffentlich gemacht habe er bloss, damit im Quartier keine Mutmassungen aufkommen. Die Axt, schreibt Schmid auch noch, bekomme einen Ehrenplatz. Sie erinnert daran, dass da eine Hausherrin wohnt, die sich zu wehren weiss.

Erstellt: 09.09.2019, 16:00 Uhr

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