Wallisellen

An der Feuerwehr vorbei radeln

2020 soll entschieden werden, wie genau die dereinstige Veloschnellroute in Wallisellen verläuft.

Jeder Abschnitt einer Veloschnellroute wird einzeln diskutiert.

Jeder Abschnitt einer Veloschnellroute wird einzeln diskutiert. Bild: Pixabay

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

In Wallisellen soll der Radweg entlang der Bahngeleise zu einer Veloschnellroute (VSR) ausgebaut werden. Weil aber das Werkgebäude samt Feuerwehrstützpunkt eng an die Bahnlinie angrenzt, steht es dem Vorhaben im Weg. Bisher ist unklar, ob der dereinst verbreiterte und ausgebaute Radweg geradeaus und damit über das Werkgebäudeareal führen soll (Variante 2), oder aber ob die Radler das Grundstück umfahren und damit die Feuerwehrausfahrt kreuzen sollen, was wiederum Lichtsignale und Beschilderungen bedingt (Variante 1).

Mittels einer Anfrage erkundigte sich die Walliseller Kantonsrätin Daniela Rinderknecht (SVP) beim Regierungsrat, wie sich dieser zu den Varianten stellt. Insbesondere wollte sie wissen, ob nicht für den betreffenden Abschnitt von der empfohlenen Breite der VSR abgewichen werden könnte; damit, davon geht die Kantonsrätin aus, würde man aufwändige bauliche Massnahmen wie etwa das Versetzen von Teilen der Kubatur oder aber teure Signalisationen und Ampeln verhindern können.

Antrieb Brüttenertunnel

Der Velonetzplan, wie er vom Regierungsrat 2016 beschlossen wurde, sieht VSR für besonders stark frequentierte Verbindungsrouten vor; mit einer angenehm zu beradelnden Oberfläche, mit wenigen Ampeln oder andersweitigen Unterbrüchen und mit einer Breite, die das Kreuzen und Überholen problemlos zulässt. Der angestrebte «Regelquerschnitt» beträgt 4,8 Meter.

Der Netzplan umfasst keine konkreten Bauprojekte, sondern ist ein strategischer Plan: Erst wo ohnehin bauliche Massnahmen an den Verkehrswegen vorgenommen werden, kommt es zur (allfälligen) Realisierung einer Schnellroute für die Velos. Im Falle von Wallisellen sind die SBB der Grund, dass das Werkgebäude-Dilemma gerade jetzt diskutiert wird. Die Bahn nimmt im Zusammenhang mit dem Brüttenertunnel (Dietlikon-Tössmühle) Ausbauten auf vier Geleise vor.

Wie der Regierungsrat in seiner Antwort ausführt, sei generell in Bereichen, in denen der angestrebte Regelquerschnitt von 4,8 Metern nicht eingehalten werden kann, ein minimaler Querschnitt für drei sich querende Velofahrer (je 1,2 Meter) einzuhalten. So werde auch in Wallisellen auf verschiedenen Streckenabschnitten von der Normbreite abgewichen.

Andererseits sei parallel zur Bahnlinie schlicht kein Platz für eine neue Veloroute, auch nicht für eine schmalere. «Es verbleibt nur eine Linienführung um das Gebäude herum oder durch das Gebäude.» Im Rahmen des Vorprojekts sei die vom Gemeinderat Wallisellen vorgeschlagene Variante «durchs Gebäude» noch nicht im Detail geklärt. Die definitive Linineführung werde der Kanton nun in enger Zusammenarbeit mit den SBB, der Gemeinde, der Feuerwehr und den Werkbetrieben erruieren. «Ergebnisse sind im Verlauf des Jahres 2020 zu erwarten.»

Erstellt: 24.01.2020, 16:59 Uhr

Abo

Eine für alle. Im Digital-Abo.

Den Zürcher Unterländer digital ohne Einschränkung nutzen. Für nur CHF 24.- pro Monat.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Michèle & Friends Midlife-Crisis? Nehm ich!

Von Kopf bis Fuss Diese Frau erinnert sich an alles