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Aufstockung des Hallenbads schafft zusätzlichen Schulraum

Die Primarschule Bühl benötigt mehr Raum. Deshalb wurde ein Projektwettbewerb für die Schulhaus-erweiterung durchgeführt. Am Dienstag hat die Schulpflege das Siegerprojekt, welches mit einer neuen Idee auftrumpfen konnte, ein erstes Mal der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Gebäude des Lehrschwimmbeckens (in der Mitte des Bilds, mit der grossen Fensterfront) soll um eine Etage erhöht werden. Die Aufstockung erfolgt demnach zwischen dem ­ Mehrzweckgebäude (links) und dem Trakt A (hinten, mit der Uhr). Weiter sind innere Umbauten in den bestehenden Trakten geplant.
Das Gebäude des Lehrschwimmbeckens (in der Mitte des Bilds, mit der grossen Fensterfront) soll um eine Etage erhöht werden. Die Aufstockung erfolgt demnach zwischen dem ­ Mehrzweckgebäude (links) und dem Trakt A (hinten, mit der Uhr). Weiter sind innere Umbauten in den bestehenden Trakten geplant.
Visualisierung zvg

Der Platz im Primarschulhaus Bühl ist knapp. Bereits jetzt werden einige Schülerin Containern unterrichtet. Eine Erweiterung, die unter anderem Raum für die erforderlichen Gruppenräume schafft, ist deshalb dringend nötig. Bis jetzt hat man immer von der Möglichkeit, den Hallenbadtrakt um zwei Geschosse aufzustocken, gesprochen. So auch an der Informationsveranstaltung im November 2015. Am Dienstagabend war nun aber nur noch von einer einstöckigen Aufstockung die Rede.

Kürzere Wege als Vorteil

Rund 25 Besucher erschienen zur Präsentation des Siegerprojekts. «Alle vier Vorschläge würden gut funktionieren», sagte Felix Stephan, Geschäftsführer der Landis AG, die den Wettbewerb durchgeführt und eine beratende Funktion hatte. Doch das Projekt der Gross Generalunternehmung AG hat die Jury überzeugt. Es setzt auf eine eingeschossige Aufstockung sowie auf innere Umbauten der bestehenden Trakte.

Dass nur ein zusätzliches Geschoss vorgesehen ist, sei überraschend gewesen, erklärte der in der Fachjury mitwirkende Architekt Robi Rychener. Bei der ersten Zwischenbesprechung sei noch niemand auf diese Idee gekommen. «Dass die Räume für Lehrer, Schulleiter, Sekretariat und Schüler alle auf der gleichen Etage liegen, ist ein grosser Vorteil. Alle sind mitten im Schulbetrieb», erklärte er.

«Alle leben und arbeiten nahe beieinander und man begegnet sich.»

Martin Heimo, Schulleiter

Ermöglicht wird der Wegfall der zusätzlichen Etage dadurch, dass der Bereich des Pausenplatzes direkt vor dem Hallenbad ebenfalls genutzt wird. Dort soll neu der Therapiebereich mit Logopädie und integrierter Förderung zu stehen kommen.

Schulleiter Martin Heimo erklärte den Besuchern die Vorteile dieses Projekts aus der – wie er es nannte – Nutzerperspektive. «Wir haben offene und helle Räumlichkeiten. Zudem sind die Wege kürzer», sagte er. Das neue Stockwerk werde gemeinsam von Kindern und Erwachsenen genutzt. «Alle leben und arbeiten nahe beieinander und man begegnet sich.» Heimo bezeichnete sich selber als Fan dieses Projekts.

Den Pausenplatz im Blick

Auch bei den Besuchern der Infoveranstaltung stiess das Siegerprojekt auf Zustimmung. Einzig ein paar Verständnisfragen mussten geklärt werden. So wollte jemand wissen, ob die Schüler nicht durch die Aktivitäten auf der Sportwiese abgelenkt würden, da die neuen Schulzimmer Sicht auf eben diese Wiese hätten. «Das ist etwas, was die Schüler lernen müssen», erklärte Schulleiter Heimo.

Die Fenster des Lehrerzimmers würden dafür auf den Pausenplatz hinausgehen, was ein grosser Vorteil sei. Auch wurde bedauert, dass durch den neuen Therapiebereich ein Teil des Pausenplatzes wegfällt. Jedes Projekt habe Vor- und Nachteile, erläuterte Robi Rychener. So sei im Moment auch der Garderobenraum beim Hort eher klein angedacht. Nun gehe es darum, Mankos des Projekts möglichst zu beseitigen und offene Fragen zu klären.

Zu den erwarteten Kosten des Projekts konnte die Schulpflege noch keine Angaben machen, ausser: «Die Kosten liegen innerhalb der Machbarkeitsstudie.» Läuft alles nach Plan, kommt der ausgearbeitete Baukredit im November an die Urne. Vorgängig wird noch eine Infoveranstaltung stattfinden, bei der das Projekt genauer vorgestellt wird. Ein Bezug der neuen Räumlichkeiten ist für den Beginn des Schuljahres 2019/20 vorgesehen.

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