Embrach

Ausfälle wiegen zu schwer

In den drei Tagen der Wahrheit verlor Embrach 2:4 in Volketswil und danach, aller Aufstiegshoffnungen beraubt, zu Hause 0:5 gegen den starken Tabellenführer Effretikon.

Die Embracher Michael Ehrensberger (31), Aleksandar Beric (25) und Nicola Ferrari hatten gegen Tabellenführer Effretikon nie Richtung Zugriff auf das Spiel. Auch in dieser Szene kann der Effretiker Romario Giger enteilen.

Die Embracher Michael Ehrensberger (31), Aleksandar Beric (25) und Nicola Ferrari hatten gegen Tabellenführer Effretikon nie Richtung Zugriff auf das Spiel. Auch in dieser Szene kann der Effretiker Romario Giger enteilen. Bild: Sibylle Meier

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Innerhalb von drei Tagen hätte Embrach seine ansprechende Saison in eine gute bis sehr gute umwandeln können. Am vergangenen Donnerstag trat die Equipe von Trainer Jürg Stücheli beim Tabellenvierten der Gruppe 4 der 3. Liga, Volketswil, an. Schon in dieser Partie ersatzgeschwächt. Die Leistungsträger Hugo Ribeiro, Ronny Maurhofer und Tobias Bolli fehlen seit Wochen.

Trotzdem versuchte Embrach im vorgezogenen Meisterschaftsspiel in Volketswil den Rückstand auf Tabellenführer Effretikon von sechs auf drei Punkte zu verkürzen. 0:1 lagen die Unterländer zurück. Als man bereits mit dem Pausenpfiff rechnete, fiel in der Nachspielzeit nach einem Freistoss das 0:2. Nach dem Seitenwechsel kam es noch schlimmer. Embrach verlor innerhalb von vier Minuten seine wichtigen defensiven Mittelfeldspieler Ken Bertschy und Andrin Stäbler durch schlimme Verletzungen. «Ken hat sich das Knie verdreht und Andrin die Schulter ausgerenkt», berichtet Trainer Stücheli.

Zweite Mannschaft vorne

Trotz dieser gewichtigen Ausfälle gelang Embrach in Volketswil der Ausgleich. Zwei Minuten nach dem 2:2 in der 70. Minute aber schossen die Oberländer das 3:2. «Wir waren da zu ungestüm und wollten nach dem Ausgleich zu schnell den eigenen Führungstreffer schiessen», blickt der Trainer zurück. Am Schluss verloren die Unterländer 2:4. Und sie hatten dadurch, bei drei ausstehenden Spielen, neun Verlustpunkte auf Leader Effretikon. «Zusätzlich haben wir mehr Strafpunkte als Effretikon, was bedeutete, dass wir vor dem Spiel gegen den Tabellenführer keine Aufstiegschancen mehr hatten», ergänzte Jürg Stücheli.

Deshalb wurde die Heimpartie drei Tage später gegen Effretikon für Embrach bedeutungslos. Und die Absenzenliste war nochmals länger geworden. Wegen Verletzungen, aus privaten Gründen oder weil Stücheli zwei Akteure der zweiten Embracher Mannschaft abtrat, die in der 4. Liga das Spitzenspiel gegen Glattfelden bestritt. «Aber natürlich wollten wir auch gegen Effretikon gewinnen», sagte der Trainer in bestimmtem Ton.

Embrach setzt auf Junge

Aber auch gegen Effretikon lief es für die Unterländer nicht rund. In der 10. Minute bereits gingen die Gäste in Führung. In der 33. Minute führte ein individueller Fehler zum 0:2. Kurz danach musste Captain Riccardo Nuzzi verletzt das Spielfeld verlassen. Zudem fiel das 0:3. Am Schluss stand es 0:5. Kurz vor Schluss hatte Giuseppe De Filippo eine grosse Möglichkeit für den Anschlusstreffer. Der Trainer sah trotz des klaren Verdikts gegen sein Team auch Positives. Der 18-jährige Nicola Ferrari spielte durch und andere Junioren hatten in den vergangenen Tagen Teileinsätze im Fanionteam. Jürg Stüchelis Fazit nach den jüngsten Auftritten seiner Equipe: «Die Absenzen wogen zu schwer. Dieses Problem haben wir leider seit längerem.» (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 20.05.2019, 21:50 Uhr

Infobox

Embrach - Effretikon 0:5 (0:3)

Im Bilg. 130 Zuschauer. – SR David Garcia. – Tore: 10. Fahrni 0:1. 33. Danko 0:2. 38. Fahrni 0:3. 64. Giger 0:4. 73. Müller (Penalty). – Embrach: Schnydrig; Nuzzi (39. Dacic), Beric (67. Berisha), Tahiri (67. Riesen); Paradiso, Surlici, Shabani (73. Lo Martire); Sami Korchad (73. Gil), De Filippo, Ferrari.

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