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Axa macht agil

Die Axa will vermehrt «agile und selbstgesteuerte» Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Drittel der Belegschaft soll nicht mehr in klassischen Abteilungen angestellt sein, sondern in flexiblen Teams.

Bis 2020 sollen rund 30 Prozent der Mitarbeiter der AXA Winterthur in flexiblen Teams angestellt sein.
Bis 2020 sollen rund 30 Prozent der Mitarbeiter der AXA Winterthur in flexiblen Teams angestellt sein.
Keystone

Die grösste private Arbeitgeberin Winterthurs will die Arbeitsweise in vielen ihrer Teams umstellen: Schon 2020 soll ein Drittel der rund 3000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in «agilen und selbstgesteuerten Teams» angestellt sein. Bereits jetzt seien rund 10 Prozent der Belegschaft nicht mehr klassisch organisiert, steht in der Medienmitteilung zum Jahresergebnis von heute, sondern eben «agil». Doch was heisst das genau?

Keine klassischen Chefs mehr

«In diesen Teams ist das Organigramm nicht mehr wichtig. Im Zentrum stehen nur die Bedürfnisse der Kunden», erklärt Axa-CEO Antimo Perretta. Also keine Hierarchie und keine klassischen Chefs oder Chefinnen mehr? «Genau», sagt Perretta. «Neue Ideen dürfen durch die Hierarchie nicht behindert werden.»

«Aus dem Vorgesetzten wird ein Coach, der die Mitarbeitenden vor allem in ihrer Entwicklung unterstützt»

Antimo Perretta, CEO Axa-Winterthur

Trotzdem muss deshalb nicht ein Drittel der Axa-Teamleiter und Kadermitglieder die Entlassung fürchten: «Chefs braucht es weiterhin», sagt Perretta. «Ihre Aufgabe wird aber ganz anders – und eher schwieriger als jetzt: Aus dem Vorgesetzten wird ein Coach, der die Mitarbeitenden vor allem in ihrer Entwicklung unterstützt und den Wandel begleitet» In der modernen, digitalen Welt veränderten sich die Kundenbedürfnisse so schnell, dass man mit klassischer Projektorganisation nicht mehr nachkomme, begründet Perretta das Vorgehen der Axa. Bis ein Produkt auf herkömmlichem Weg entwickelt, getestet und auf dem Markt sei, sei es häufig schon veraltet. «Mit agilen Teams bringen wir das nötige Tempo hin.» Es ist aber nicht geplant, mittelfristig die Arbeitsweise der ganzen Belegschaft umzustellen. «In jenen Bereichen, in denen in erster Linie eine akkurate Verarbeitung gefordert ist, wie wir sie bei der ‹Winterthur› schon seit 141 Jahren leisten, bringt es dem Kunden nichts, wenn wir auf Agilität umschalten», sagt Perretta. Die Zahl der agil arbeitenden Teams werde deshalb weiter ansteigen, aber nie die gesamte Belegschaft umfassen. «Wir brauche weiterhin Stabilität. Ich bin deshalb auch froh um die Mitarbeitenden, die ihre Aufgabe auf klassische Weise erfüllen»

Umbau an der Römerstrasse

Für rund 320 Axa-Angestellte bringt dieses Jahr auch einen Umzug mit sich. Das Gebäude an der Römerstrasse 17, neben der kürzlich renovierten Kantine, wird ab Mitte 2017 bis Anfang 2019 umgebaut. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen in andere Büros ausweichen. Mit dem Umbau gibt es auch in diesem Haus Grossraumbüros wie im Superblock. Passend zu der agilen Arbeitsweise.

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