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Die Kleinen sind die grossen Verlierer

Am 2. Juli entscheidet die Synode der Reformierten Kirche des Kantons Zürich über den neuen Finanzausgleich.

Die Kirchgemeinde Regensdorf gehört zu den grossen Kirchgemeinden - und ist vom Finanzausgleich gar nicht erst betroffen.
Die Kirchgemeinde Regensdorf gehört zu den grossen Kirchgemeinden - und ist vom Finanzausgleich gar nicht erst betroffen.
Sibylle Meier

Ruedi Morf schüttelt den Kopf. Der Finanzvorstand der kleinen reformierten Kirchgemeinde Kyburg hat nachgerechnet, Grafiken und Tabellen erstellt und kommt zum Schluss: «Die Formeln, die dem neuen Finanzausgleich der evangelisch-reformierten Landeskirche zugrunde liegen, sind mangelhaft.» Sein Fazit: «Es ist kein Ausgleich, sondern lediglich eine Umverteilung der Gelder.» Morf ist Physiker. Und wenn ein Physiker ein System anschaue und schon im Voraus eine Instabilität voraussagen könne, «dann ist das dumm, wenn man es trotzdem einführt». Noch ist die entsprechende Teilrevision der Finanzverordnung nicht unter Dach und Fach. Abschliessend über den Antrag des Kirchenrats hat die Synode, das Parlament der kantonalen Landeskirche, an einer ausserordentlichen Versammlung am 2. Juli zu befinden. Bis anhin war es so, dass die protestantischen Kirchgemeinden einen Antrag auf Finanzausgleich stellen konnten. Voraussetzung dafür war ein Steuerfuss von aktuell mindestens 14 Prozent. Ein Gremium hat dann die Leistungen nach dem sogenannten Defizitdeckungsverfahren bemessen. Das heisst, es hat die Differenz berechnet zwischen Steuererträgen und dem für den Betrieb benötigten Aufwand.

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