Opfikon

Die Pearls halten den Ball flach

Nach dem Abstieg der Männer von Phönix Regensdorf vertreten lediglich noch Opfikons Fanionteams das Unterland in der Nordostschweizer 1. Liga.

Karin Seba (vorne) und ihre Opfiker Mitspielerinnen visieren nach einer unglücklichen Spielzeit 2014/15 heuer nun wieder einen Platz in der Finalrunde der Nordostschweizer 1. Liga an.

Karin Seba (vorne) und ihre Opfiker Mitspielerinnen visieren nach einer unglücklichen Spielzeit 2014/15 heuer nun wieder einen Platz in der Finalrunde der Nordostschweizer 1. Liga an. Bild: Archiv ZU

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«Wir wollen im neuen Jahr in der Finalrunde dabei sein», sagt Bettina Willener-Barbarits. Vor zwölf Monaten schon hatte die Teammanagerin und routinierte Flügelspielerin der Pearls, wie sich die Opfiker Frauen auch bezeichnen, dasselbe Saisonziel bekannt gegeben – wenn auch mit etwas anderen Hintergedanken. Damals sollte den Opfikerinnen jene Finalrunde, in der nach dem Jahreswechsel die jeweils drei bestplatzierten Teams der zwei 1.-Liga-Qualifikationsgruppen um die Teilnahme an den Aufstiegs-Playoffs zur NLB spielen, als Zwischenstation dienen. Und wenn es am Ende zum Aufstieg reichen sollte, würden sie diesen annehmen, hatte Willener-Barbarits erklärt. Nun aber sagt sie: «Wir wollen in die Finalrunde, weil wir uns mit den Besten der Liga messen möchten und dort vor allem nicht mehr gegen den Abstieg spielen müssten.»

Dass die Winklerin und ihre Mitspielerinnen in der vergangenen Spielzeit das Ziel verpasst haben, erklärt Willener-Barbarits mit personellen Engpässen: «Am Anfang der Saison waren einige noch verletzt oder im Wiederaufbau nach einer Verletzung. Und da alle zehn Partien der Qualifikation bis im Dezember durchgezogen worden sind, konnten wir das nicht mehr kompensieren.»

Verstärkung aus nah und fern

Vor der neuen Saison, die für die Pearls am Samstag um 18.30 Uhr mit einem Heimspiel in der Opfiker Lättenwiesen-Turnhalle gegen Frauenfeld beginnt, gestaltet sich ihre Personalsi­tua­tion wesentlich erfreulicher als vor Jahresfrist. Michaela Rüegg, die damals nach einem Achillessehnenriss noch rekonvaleszent war, ist heuer voll bei Kräften. Auch Corinne Iten, die nach einer Operation am Fuss die gesamte Saison 2014/15 verpasste, ist wieder mit von der Partie. Von ihr verspricht sich Teammanagerin Bettina Willener-Barbarits einiges: «Sie ist eine unserer stärksten Spielerinnen, auf allen Positionen einsetzbar und im Angriff in jedem Spiel für 20 Punkte gut.» Dar­über hinaus haben die Pearls Verstärkung bekommen: Von der vereinseigenen zweiten Equipe stösst die junge Fabienne Frei zu ihnen, die in Opfikon das Basketballspielen gelernt hat. Der zweite Neuzuzug kommt von wesentlich weiter her: Die routinierte Flügelspielerin Elena Martinez Franco hat zuletzt pausiert und zuvor ihren Sport in Barcelona ausgeübt. «Sie bringt frischen Wind und ein sehr gutes Spielverständnis ins Team», lobt Willener-Barbarits.

Da die Opfikerinnen in der Sommerpause keine Abgänge zu verzeichnen hatten, ist ihr Kader nun auf 13 Akteurinnen angewachsen. 12 davon können die Coaches Haris Salihodzic und Claudio Leemann jeweils auf dem Matchblatt eintragen. Eine gute Ausgangslage, findet die Teammanagerin: «Endlich haben wir wieder einen gesunden teaminternen Konkurrenzkampf. Das wirkt sich positiv auf die Trainingsqualität aus. Jede hat mehr Druck und muss sich im Training beweisen.»

Starke Konkurrentinnen

Allerdings weiss die 34-Jährige auch, wie schnell sich an der guten Personalsi­tua­tion wieder etwas ändern kann. «Die Saison ist sehr lang», sagt Bettina Willener-Barbarits, «dar­um bin ich eher vorsichtig, was die Zielsetzung angeht. Mit unserem Team liegt sicher etwas drin, aber wir haben auch sehr starke Gegnerinnen.» NLB-Absteiger Frauenfeld, den Startgegner, stuft sie am höchsten ein. «Hinter ihnen dürften Chur, Bregenz und wir um die beiden übrigen Plätze in der Finalrunde spielen.»

Erstellt: 24.09.2015, 08:33 Uhr

Meisterliche Routiniers

Das Opfiker Männerteam ist bereits am vergangenen Samstag in die 1.-Liga-Saison gestartet (Ausgabe vom 22. September). Obwohl die erste Partie gegen den Liganeuling Swiss Central Basket für Spielertrainer Renato Maggi «eigentlich viel zu früh» kam, setzte sich seine Equipe mit 89:60 klar durch. Standesgemäss. Denn die Opfiker beendeten die vergangenen fünf Saisons allesamt als Gruppensieger und Regionalmeister des Nordostschweizer Verbands Probasket. Auch in der neuen Saison möchten sie vorne mitspielen. Doch Maggi, der ehemalige Captain der Schweizer Nationalmannschaft, schränkt ein: «Unser Team besteht aus vielen routinierten Spielern. Uns geht es grundsätzlich darum, unser Niveau zu halten – wenn uns das gelingt, stellen sich die Resultate dann von alleine ein.» Ein Aufstieg in die nationale 1. Liga ist trotz der Überlegenheit auf regionalem Niveau kein Thema für Maggi und Co. «Viele von uns haben schon höherklassig gespielt und befinden sich in einer Lebensphase, in der weite Reisen zu Auswärtsspielen nach Genf oder ins Tessin aus zeitlichen Gründen nicht drinliegen», erklärt Maggi. (pew)

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