Bülach

Einseitiger Spitzenkampf

In der Gruppe 4 der 3. Liga unterlag das als Tabellenführer angetretene Bülach im Heimspiel gegen Veltheim mit 2:4. Die Gastgeber hatten ab Beginn der Partie keine Siegchance gegen die starken Winterthurer.

Die Bülacher (links mit Bruno Delgado) waren bemüht, gingen weite Wege, aber die Veltheimer hier mit ihrem starken Captain Bruno Michienzi waren häufiger am Ball und hatten die gefährlicheren Szenen.

Die Bülacher (links mit Bruno Delgado) waren bemüht, gingen weite Wege, aber die Veltheimer hier mit ihrem starken Captain Bruno Michienzi waren häufiger am Ball und hatten die gefährlicheren Szenen. Bild: Sibylle Meier

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Am trüben regnerischen Sonntagmorgen empfing Tabellenführer Bülach die drittplatzierten Veltheimer. Schon vor der Saison gehörten die beiden ehemaligen 1. Ligisten zu den meistgenannten Aufstiegsfavoriten. Doch der mit Spannung erwartete Spitzenkampf sollte zu einer einseitigen Angelegenheit werden. Das spielerisch überdurchschnittliche Veltheim startete hervorragend ins Auswärtsspiel gegen die Mannschaft von Trainer Gian Luca Appassito.

«In der Defensive spielten wir zu langsam die Bälle nach vorne und gingen zu behäbig in die Zweikämpfe.» Bülachs linker Aussenläufer Denis Videcnik kritisierte die Startphase seines Teams.

Bereits nach knapp drei Minuten gelang Veltheims Diego Ciccone mit einem gefühlvollen Heber über Bülachs Torhüter Felix Angstmann das 1:0. Kurze Zeit später scheiterte Ardi Mehmet Toros aus nächster Nähe am gut reagierenden Bülacher Goalie. In der 22. Minute gelang wiederum Diego Ciccone nach einem genialen Doppelpass mit Bruno Michienzi das 2:0 für die überlegenen Winterthurer.

«Wir waren zu behäbig»

Bülachs linker Aussenläufer Denis Videcnik kritisierte die Startphase seines Teams: «In der Defensive spielten wir zu langsam die Bälle nach vorne und gingen zu behäbig in die Zweikämpfe.» Ausserdem lobte der 30-jährige Routinier den Kontrahenten: «Veltheim war in der bisherigen Saison ganz klar der stärkste Gegner. Die haben uns mit ihrem Pressing total überrascht. Die kamen ja am Anfang wie die Feuerwehr aus der Kabine.» In der gesamten ersten Halbzeit schossen die Bülacher nur ein einziges Mal auf das gegnerische Tor. Doch der harmlose Freistoss von Videcnik konnte Veltheims Torhüter nicht beunruhigen.

Nach Wiederbeginn fabrizierte Bülachs Yannic Knöpfli beinahe ein Eigentor. Sein missglückter Rückpass zu seinem Torhüter zischte um Zentimeter am Pfosten vorbei. In der 56. Minute verkürzten die Hausherren überraschend auf 1:2. Dieser Anschlusstreffer der Bülacher hätte aber zwingend annulliert werden müssen, da Veltheims Torhüter Nicola Portmann nach einem Zusammenprall mit Valon Rami im Strafraum verletzt liegen blieb. Doch Schiedsrichter Dario Marcantonio liess zum Entsetzen der Veltheimer weiterspielen. Der 20-jährige Daniel Neves Gomes schlenzte daraufhin den Ball aus 20 Metern gekonnt ins verlassene Winterthurer Gehäuse.

Doch Veltheim liess sich nach diesem unglücklichen Gegentor nicht aus der Ruhe bringen. Nach rund einer Stunde enteilte Bruno Michienzi der aufgerückten Bülacher Hintermannschaft und konnte von Bruno Miguel Monteiro Delgado nur noch regelwidrig gebremst werden. Die harte Konsequenz lautete für den Innenverteidiger: Platzverweis und Elfmeter für Veltheim. Diese Chance liess sich der starke ehemalige, mittlerweile 32-jährige Super-League-Profi Ciccone, nicht entgehen und erhöhte mit seinem persönlichen dritten Treffer auf 3:1. Nachdem der schnelle Captain Michienzi nach einem Konter das 4:1 bewerkstelligte, war die einseitige Partie endgültig entschieden. Immerhin verkürzten die Bülacher durch den eingewechselten Alessandro Petovello in der Schlussphase auf 2:4.

Absenzen bei Bülach

Bülachs Verteidiger Yannic Knöpfli befand nach dem Match enttäuscht: «Beim Anpfiff waren wir noch nicht wach und nach der roten Karte fehlte uns der Glaube an eine Wende.» Sein Coach Gian Luca Appassito meinte zur Niederlage: «Veltheim hat für die dritte Liga eine überragende Mannschaft und hat verdient gewonnen. Leider fehlten bei uns infolge Verletzungen mit Ramon Kessler, Yusuf Porgali und Arad Saqipi wichtige Teamstützen. Ausserdem mussten wir mit einigen angeschlagenen Spielern antreten.» Als positiv bewertete der 35-Jährige dagegen die Einstellung seiner Equipe, die trotz Unterzahl und dem ungünstigen Spielverlauf nie den Kopf hängen liess und stets kämpferisch dagegenhielt.

Erstellt: 07.10.2019, 15:09 Uhr

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Die Top 3 – FC Bülach

Der 20-jährige Innenverteidiger Yannic Knöpfli kämpfte aufopferungsvoll gegen die starke Veltheimer Offensive. Daniel Neves Gomes gab den Bülacher mit seinem schönen Anschlusstreffer zum 1:2 kurz Hoffnung auf einen Punktgewinn. Der zur Pause eingewechselte Alessandro Petovello erzielte nach schöner Vorarbeit von Giancarlo Pizzolotto das zweite Bülacher Tor. (gm)

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Bülach – Veltheim 2:4 (0:2)

Erachfeld. 100 Zuschauer. SR: Dario Marcantonio. – Tore: 3. Ciccone 0:1. 22. Ciccone 0:2. 52. Neves Gomes 1:2. 62. Ciccone (Penalty) 1:3. 75. Michienzi 1:4. 77. Petovello 2:4. – Bülach: Angstmann; Winkler, Monteiro Delgado, Knöpfli, Cicenoglu (70. Tran); Gonzalez Bardelas (46. Petovello), Neves Gomes (64. Da Silva). Tepe, Videcnik; Rami, Pizzolotto. – Veltheim: Portmann; Odermatt, Tahiri, Huwiler, Lauria; Müller (80. Tapia), Ciccone, Bajrami (46. Martin), Rutschmann (87. Marsch); Toros (50. Cecco), Michienzi (90. Duske). – Bemerkung: 61. Rote Karte gegen Monteiro Delgado (B/Notbremse).

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