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Heidi kommt nach Glattfelden

Die Geschichte von Johanna Spyris Heidi geht als Märlimusical unter dem Titel «Heidi, wo bisch du dihei?» auf Tournee und macht am Sonntagnachmittag Halt in Glattfelden.

Die Hauptrolle der Heidi spielt die 34-jährige in Bern geborene Marisa Jüni.
Die Hauptrolle der Heidi spielt die 34-jährige in Bern geborene Marisa Jüni.
pd

Es gibt wohl kaum ein Kind, welches die Erlebnisse rund um Heidi, den Alpöhi, den Geissenpeter, die blinde Grossmutter und Klara im Rollstuhl nicht kennt. Nun kommt die berühmte Geschichte als Musical mit einfühlsamen Liedern von Kinderliedermacher Andrew Bond auf die Bühne, aufgeführt von den Darstellerinnen und Darstellern des Märli Musical Theaters.

Auf bewegende Weise thematisiert Andrew Bond mit seinen Liedern die zeitlose Erzählung mit den Lebensthemen Ausgrenzung, Beeinträchtigung und Einsamkeit, aber auch Naturverbundenheit, Freundschaft und Liebe. Die Hauptrolle der Heidi spielt die 34-jährige in Bern geborene Marisa Jüni, welche in München Gesang, Tanz und Schauspiel studierte.

Dieser Zeitung gab sie im Vorfeld der Tournee Auskunft.

Was bedeutet die Rolle des Heidi für Sie?

Heidi und ich sind Freigeister, voller Lebensfreude und manchmal etwas zu ehrlich. Sie ist die berühmteste Schweizerin und über 130 Jahre altes Kulturgut. Ich bin stolz und es macht unheimlich Spass, dieses Energiebündel auf der Bühne verkörpern zu dürfen.

Kannten Sie die Heidi-Geschichte aus Ihrer Kindheit?

Ja, wie die meisten Kinder in der Schweiz bin ich mit der Heidi-Geschichte aufgewachsen.

Worin liegen die Schwierigkeiten dieser Rolle?

Gerade weil Heidi so berühmt ist und wohl jedes Kind sein eigenes Bild von seinem eigenen Heidi hat, musste ich mir erst überlegen, wie mein Heidi aussehen sollte. Es ist eine Geschichte voller Kontraste zwischen Armut und Reichtum, Natur und Kultur, Freiheit und Gefangenheit. Eine weitere Herausforderung ist der Bündner-Dialekt und das Rollenalter.

Gibt es eine Szene, die Ihnen besonders gefällt?

Ja, als Heidi mit Peter über die Alpen wandert und dann mit leuchtenden Augen die wunderschöne Aussicht ins Tal entdeckt. Und «Schneehöppli» hat mich auch ganz schön um den Finger gewickelt.

Wie lange muss man üben, bis so eine Rolle sitzt?

Wir hatten fünf Wochen Zeit für die Proben. Natürlich habe ich schon früher damit angefangen, mich mit der Heidi-Geschichte auseinanderzusetzen und vor allem Kinder in meinem Umfeld zu beobachten.

Wie motiviert man sich immer von Neuem, um insgesamt 44 Vorstellungen durchzustehen?

Ich bin leidenschaftliche Optimistin. Da wird nichts «durchgestanden». Ich mache das tatsächlich sehr, sehr gerne! Ganz ehrlich, wenn einen so viele leuchtende Kinderaugen erwartungsvoll anschauen, kommt die Motivation von ganz allein. Und mit Kindern im Publikum wird einem sowie nie langweilig. Da passiert immer wieder etwas Unvorhergesehenes.

Wie harmonisch ist die Zusammenarbeit mit den anderen Darstellern und mit Andrew Bond?

Wir sind wie Geschwister. Manchmal wird gezankt, aber wir lieben und schätzen uns. (lacht) Sie haben drei Auftritte im Zürcher Unterland: Glattfelden, Bülach und Kloten.

Kennen Sie das Unterland?

Ja, vom Wandern mit meiner Hundedame Mila.

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