Winterthur

«Ihr Velo wurde umplatziert»

Velofahrer ­ärgern sich über das neue ­Parkierverbot vor dem ­Einkaufszentrum. Der ­Eigentümer gelobt Besserung.

So war es früher: Vor dem Eingang stauten sich die Velos (2014). Foto: H. Diener

So war es früher: Vor dem Eingang stauten sich die Velos (2014). Foto: H. Diener

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Superbequem war es für die Velofahrer bisher beim Shoppingcenter Neuwiesen: Gleich neben dem Eingang und erst noch unter einem Dachvorsprung stellte man sein Fahrrad ab. Das geht nicht mehr – es gilt ein Parkierverbot, und es wird durchgesetzt.

Von einem Securitas-Mann sei er weggewiesen worden, erzählt Velofahrer Jens Bornand. Es gelte ein Abstell­verbot auf dem ganzen Platz, er solle die Parkplätze vis-à-vis an der Bahnlinie be­nutzen. «Ich war mit dem Velo­anhänger gekommen und hatte für 250 Franken eingekauft. Nun musste ich mit dem Einkaufs­wagen quer über den Platz fahren und mit dem leeren Wagen wieder zurück.»

Einer anderen Velofahrerin erging es nicht besser: Ihr Fahrrad wurde versetzt, ­während sie einkaufte. Sie fand es wieder mit einem Zettel daran: «Das Abstellen von Velos ist auf dem gesamten Aussenplatz verboten! Aus diesem Grund wurde Ihr Fahrrad umplatziert.» Ob die Migros ihre Kunden vergraulen wolle, fragen die Betroffenen.

190 neue Plätze geplant

Das Ganze sei nur vorüber­gehend, beschwichtigt Günter Heuberger, Geschäftsführer der Siska Heuberger Holding AG, der das Einkaufszentrum gehört. Das Neuwiesen-Center wird kommenden Donnerstag teilweise neu eröffnet, die Verantwort­lichen hatten zuletzt alle Hände voll zu tun, und die Velos «standen nicht zuoberst auf der Prioritätenliste», so Heu­berger.

Während der restlichen Umbauzeit bis September 2019 sind drei Provisorien geplant, entlang von Zürcher-, Schützen- und Gertrudstrasse. Später sind laut Umbauplänen 190 Aussenplätze vorgesehen, 90 vorne am Hauptplatz, 70 an der Zürcher- und 30 auf der anderen Seite an der Gertrudstrasse.

«Wir nehmen den Velofahrern nichts weg», meint Heuberger. Das Parkieren am Eingang sei schon bisher verboten gewesen, nur habe man es toleriert. Man freue sich über Kunden, die mit dem Velo kommen, müsse aber auch an die Fussgänger denken, die einen freien Zugang bräuchten. Zudem müsse die Feuerwehr­zufahrt gewährleistet sein.

Fussweg zum Haupteingang

Mittelfristig wird es also viele zusätz­liche Veloständer geben. Diese werden aber nur teilweise, auf der Seite der Zürcherstrasse, unmittelbar am Gebäude liegen.

Heuberger gesteht ein, dass man in den letzten Tagen vielleicht etwas harsch war. «Das mit den Zetteln an den Velos ist blöd, das habe ich gestoppt.»

(gu)

Erstellt: 17.08.2018, 18:03 Uhr

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