Bülach

In letzter Minute auf dem Gschänklimärt einkaufen

An 26 Ständen am traditionellen Gschänklimärt in Nussbaumen gab es Hand­werk­­­liches und Kuli­na­ri­sches­ zu kaufen. Der Anlass, welcher zum 21. Mal stattfand, zog gegen 500 Besucher an.

Das Brot, gebacken von Doris Wobmann, duftet köstlich.

Das Brot, gebacken von Doris Wobmann, duftet köstlich. Bild: Sibylle Meier

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Um 16 Uhr am Samstag öffnet Doris­ Wobmann die Tür des grossen Holzofens und nimmt die vierte und letzte Ladung an wunderbar duftenden Bauernbrotlaiben her­aus. Seit vier Uhr früh ist die Nussbaumerin am Anfeuern und Backen. Die Brote verkaufen sich im Nu. Doris Wobmann ist eines von insgesamt zehn OK-Mitgliedern. «Wir führen unseren kleinen, aber feinen Markt seit 1998 durch und achten bei der Auswahl der Stände auf die Vielfalt», erklärt sie. So kämen jedes­ Jahr neben den einhei­mischen Anbietern auch wechselnde Gaststände zum Zug.

In der Atmosphäre des Stalls von Bethlehem

Unzählige Dinge gibt es in der lie­be­voll dekorierten Scheune, die die Atmosphäre des Stalls von Bethlehem wiedergeben möchte, zu entdecken. Selbst gebundene Notizbücher, Gegenstände aus Filz, Flaschen mit leuchtenden Sternen, Lippenpomaden in verschie­denen Geschmacksrichtungen reihen sich an Stände mit kulinarischen Köstlichkeiten wie Alpkäse, gebrannten Mandeln, Kräuterölen und Eingemachtem.

Etwas ganz Spezielles zeigt Vero­nika Frey an ihrem Stand – Ringe aus silbernen Löffeln in unzähligen Variationen. Wer einen solchen Ring ersteht, bekommt «Die romantische Geschichte des Löffelrings» gleich in gedruckter Form dazu. Wie diese erzählt, haben Bedienstete im 17. Jahrhundert in England oft­mals Silberlöffel aus dem Haus ihres Meisters gestohlen, um sie ihrer Angebeteten als Verlobungsring zu schenken.

Christbäume würden bis Ostern frisch bleiben

Im Freien warten die rund 100 Bäume von Bio-Christbaum-Produzent Christian Utzinger auf Abnehmer. Rot- und Blaufichten sowie Nordmanntannen stehen im Angebot, alle frisch gefällt. «Die halten sich bis Ostern», sagt Utzinger lachend, «und die Knospen schlagen bereits aus.» Trotz regnerischem Wetter seien schon am Morgen viele Besucher gekommen, um «ihren» Baum auszuwählen.

Am roten Piaggostand stehen vor allem Eltern mit ihren Kindern Schlange. Hier gibt es verlockend duftende Öpfel­chüechli mit Vanillesauce. Ob der Cervelat am Stecken, auf der Feuerschale grilliert, vorher oder nachher genos­sen wird, spielt den Kleinen keine Rolle. Besucherin Alexan­dra Hubert aus Kloten ist zum dritten Mal anwesend. «Der Markt ist klein und heimelig. Zudem kenne ich viele Leute hier. Alle geben sich grosse Mühe, um diesen Gschänklimärt auf die Beine zu stellen.» Ihr Besuch bedeu­tet auch Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten.

Erstellt: 23.12.2018, 15:17 Uhr

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