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Kanton verfilmt Mähdrescher-Ballett

Eng nebeneinander bewegen sich drei riesige Mähdrescher beim Neeracher Ried durch ein goldfarbenes Gerstenfeld. Sie stehen im Fokus für Filmaufnahmen, die den Kanton Zürich in einem besonderen Licht zeigen wollen.

Drei Mähdrescher auf einmal am gleichen Ort im Einsatz sind im Unterland selten. Für ein Filmprojekt des Kantons Zürich entstand diese einmalige Konstellation.
Drei Mähdrescher auf einmal am gleichen Ort im Einsatz sind im Unterland selten. Für ein Filmprojekt des Kantons Zürich entstand diese einmalige Konstellation.
wbr

Es ist ein seltenes Bild, dass gleich drei der riesigen Mähdrescher parallel auf einem 630 Aren grossen Getreidefeld im Einsatz stehen. Im Gleichtakt fahren und schneiden sie mit den 5,4 Meter breiten Mähbalken die dicht und Halme der reifen Wintergerste ab. Verfolgt wird das Trio von der Kamera oder der Drohne des kreativen Teams der Zürcher Agentur Filmgerberei.

Regisseur Silvio Gerber: «Die Lichtverhältnisse sind fantastisch und die Choreographie der drei Mähdrescher war optimal». Besonders gut gefiel ihm die Loopingschleife, die ein Fahrer mit 14-Tönner kunstvoll ins Ährenfeld zeichnete. Mysteriöse Kornkreise waren diesmal keine Auszumachen. Dafür ein Weissstorch der übers Feld stolzierte und sich von den lärmenden Ungetümen nicht stören liess, um nach aufgescheuchten Mäusen zu suchen.

Das Filmprojekt, das mit der Mähdrescher-Squenz in Neerach startete, hat der Zürcher Regierungsrat in Auftrag gegeben. Bis in den Herbst wird an zahlreichen Orten gedreht, um die Vielfältigkeit und Besonderheiten des Kantons Zürich zu dokumentieren.

Gerste gut – Weizen schlecht

Gegenwärtig läuft die Getreideernte auf Hochtouren, die Mähdrescher sind fast Tag und Nacht im Einsatz. Martin Schellenberg, Geschäftsführer der Agros-Serv-Höri, die im Auftrag der Bauern seine Maschinen einsetzt, betont: «Es kommt selten vor, dass wir gleich drei Mähdrescher am gleichen Ort im Einsatz haben.

Aber für die Filmaufnahmen die unsere Arbeit zeigt, haben wir eine Ausnahme gemacht». Nach seinen Angaben ist der Ertrag der Wintergerste in diesem Jahr gut, dafür fällt die Weizenernte wegen der langen Trockenheit eher mager aus.

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