Embrach

Karibische Weihnachten kamen gut an

Die Weihnachtskonzerte der Steelband Los Panitos fanden viel Publikum. Auch die reformierte Kirchein Embrach war am Sonntagabend bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Steelband Los Panitos legte sich in Embrach mächtig ins Zeug und bescherte dem Publikum ein karibisch angehauchtes Weihnachtskonzert.

Die Steelband Los Panitos legte sich in Embrach mächtig ins Zeug und bescherte dem Publikum ein karibisch angehauchtes Weihnachtskonzert. Bild: Sibylle Meier

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Kommt ein Weihnachtskonzert mit karibischem Einschlag beim Publikum an? Die Unterländer Steelband ging dieses Wagnis ein – und wurde belohnt. Drei Konzerte in den Kirchen von Kloten, Rafz und in Embrach fanden eine begeisterte Zuhörerschaft. 14 Musikerinnen und fünf Musiker brachten mit ihrer fröhlichen und auch besinnlichen Musik viel Freude in die nebligen Vorweihnachtstage.

Bruno Canonica aus Kloten, einer der fünf Männer an Perkussionsinstrumenten und am Bass, erwähnte die Angst vor falschen Tönen, als das Weihnachtskonzert beschlossen wurde. Normalerweise spielt die Band zur Unterhaltung an Festen oder Tanzanlässen. In einer Kirche gibt es keinen Umgebungslärm, jeder Fehler wird wahrgenommen. Dank der hohen Konzentration der Musiker beim Anschlagen der teilweise nur handballengrossen Tonflächen auf den Blechfässern war die anfängliche Angst unbegründet, Misstöne gab es in Embrach keine zu hören.

Die Steelband Los Panitos wurde vor knapp 20 Jahren gegründet. Jede Woche übt die Gruppe, die meisten Musikerinnen und Musiker leben im Zürcher Unterland, in einem eigenen Übungslokal in Embrach. Die Instrumente, aus Teilen von Benzinfässern gefertigt, poliert und verchromt, stellten ausgewanderte Handwerker aus Trinidad in England her. Einzig die zwölf kompletten Bassfässer stammen aus Worb bei Bern. Die Instrumente sind in fünf verschiedenen Tonlagen gestimmt. Das ergibt ein erstaunlich vielfältiges Klangvolumen, mit Tönen, die an Gitarren oder Cellos erinnern.

Viele Tausend Tonflächen

Im mehr als einstündigen Konzert in der reformierten Kirche kamen bekannte Melodien von Johann Sebastian Bach, Andrew Lloyd Webber oder José Feliciano zur Aufführung. Zum Abschluss spielte die Band ein Medley aus bekannten Weihnachtsliedern. Die Musikerinnen schlugen mit ihren Sticks während der Aufführung viele Tausend Tonflächen an und spielten auf bis zu drei nebeneinanderstehenden Instrumenten. Ganz leise Töne wechselten ab mit gewaltigen Akkorden.

Sonja Braunschweiler, eine der Musikerinnen, war vom grossen Erfolg überrascht: «Wir erlebten an allen drei Konzerten ein fröhliches, dankbares, grosszügiges Publikum. Die ganze Gruppe ist glücklich über den grossen Anklang, den unser Konzert in der ungewohnten Umgebung der drei Kirchen fand.»

Das Publikum in Embrach bedankte sich bei den Los Panitos mit einer lang anhaltenden Standing Ovation. Man darf auf weitere Auftritte der Steelband in ihrem Jubiläumsjahr gespannt sein. (Zürcher Regionalzeitungen)

Erstellt: 20.12.2016, 09:08 Uhr

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