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Keine Verwahrung für Kindsmörder Gustav G.

Das Zürcher Obergericht sieht davon ab, den heute 65-Jährigen zu verwahren. Für den Mord an seinem 5-jährigen Sohn muss er aber 18 Jahre ins Gefängnis.

Gerichtszeichnung
Gerichtszeichnung
Linda Graedel

Das Zürcher Obergericht entschied heute, dass der Kindsmörder Gustav G. nicht verwahrt wird. Das Urteil des Winterthurer Bezirksgerichtes wird aber bestätigt: Der heute 65-Jährige muss für den Mord an seinem 5-jährigen Sohn 18 Jahre ins Gefängnis.

Die zu beantwortende Frage heute Morgen war nur noch, ob G., der 2010 im Winterthurer Hotel Krone seinen Sohn Florian umbrachte, therapiefähig ist und deshalb nicht verwahrt werden könnte. Die Staatsanwaltschaft hatte letzteres gefordert, weil G. vor dem Mord an Florian schon einmal versucht hatte, einen Sohn umzubringen und deshalb nach frühzeitiger Haftentlassung und trotz fortgeschrittenen Alters ein drittes Mal in die Lage geraten könnte, dem Mitglied einer neugegründeten Familie Gewalt anzutun.

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