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Monstertreffen am ersten Nachtumzug

Das erste Maskentreffen mit Nachtumzug in Bassersdorf am Montag war ein voller Erfolg und krönender Abschluss der Fasnachtstage. Monster aus nah und fern und viele andereMasken sorgten für Feierstimmung bis in die Morgenstunden.

Futschi TV mit Ruth und Simon Beck-Moggio aus Basi.
Futschi TV mit Ruth und Simon Beck-Moggio aus Basi.
Urs Brunner
Yasmin, Sina, Janine, Julien und Alice aus Basi und Umgebung sind als als Sträflinge unterwegs.
Yasmin, Sina, Janine, Julien und Alice aus Basi und Umgebung sind als als Sträflinge unterwegs.
Urs Brunner
Die Eulacheulen aus Winterthur.
Die Eulacheulen aus Winterthur.
Urs Brunner
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Bis am Dienstagmorgen befand sich Bassersorf im Fasnachtsfieber. Kaum hatten sich viele der 15 000 Besucher vom Fasnachtsumzug am Sonntag erholt, bekamen sie am Montagabend erneut die Gelegenheit, sich ihre Kostüme überzustreifen um das erste Maskentreffen mit Nachtumzug von Bassersdorf zu besuchen. 19 Maskengruppen und zwei Guggenmusiken hatten sich für den Anlass angemeldet. Nach 21 Uhr fuhren sie dann ihre Fratzen, Krallen, Hörner und Petischen aus, und präsentierten sich der applaudierenden Menge, die ins Dorfzentrum gekommen war.

Rolf Zemp, der Obernarr des Fasnachtskomitees Bassersdorf (Fakoba) stand derweil auf einer blauen Bühne beim Gasthof Frieden und moderierte die Gäste jeweils an.Das Fakoba war zusammen mit den beiden Bassersdorfer Maskengruppen Phoenix und Bazzilsmannli Organisator des Umzugs. Die Kostüme der Phoenix glichen einer Mischung aus Mittelalter und Science-Fiction. Aus Winterthur waren die Lindberg Hexen in Kaputzen gekommen, ebenso wie die Höllochhexen in ihren roten Umhängen. Sie versuchten mit Stöcken dem Publikum Angst einzujagen. Viel netter waren da die Winterthurer Eulacheulen. Die Riesenvögel bestachen mit besonders schönen Kostümen, einem glitzerndem Federkleid in verschiedensten Farben.

Badewanne voller Konfetti

Der überwiegende Teil der Maskengruppen waren aber finstere Gestalten, so wie die gehörnten Fellwesen Morrigain aus der Region March oder die Wiggertaler Tüfle aus Zofingen. Sogar die deutschen Nachbarn nahmen den Weg nach Bassersdorf auf sich, um etwas Umzugsschrecken zu verbreiten: Die grossen Schattenwölfe aus Ballrechtem-Dottingen leuchteten mit ihren roten und grüenen Augen böse in die Menge, Und wie andere Maskengruppen auch liessen es sich die Hohenhewenteufel aus Hegnau nicht nehmen, das Publikum mit Konfettibomben zu bewerfen. Die Stadthäxe aus Laufenburg zeigten dabei Vorplanung und führten eine ganze Badewanne voller Konfetti mit sich.

«Wir werden uns nächstens zusammensetzen und schauen, ob es 2018 eine Fortsetzung davon gibt.»

Den mit Abstand eindrücklichsten Auftritt samt Feuershow boten die Seelenfänger, zwei Familien aus Nürensdorf und Pfungen. Mit einem riesigen Teufelswagen ausgestattet zogen die hochgewachsenen Gestalten mit Fell, Hörnen und leuchtenden Augen lärmend beim Gasthof Frieden vorbei zum Fakoba Zelt.

Wandelnde Würste

Für seine Kostümierung bewies auch mancher Zuschauer viel Fantasie: Insekten, Monster, Filmfiguren oder die fünf Dalton Brüder aus «Lucky Luck» waren zu sehen. Eher ungewohnte Szenen spielten sich rund um das Festzentrum ab: So schoss eine Chili con carne verkaufende Nonne mit ihrem Freund Selfies, oder Zwillings-Jon Snows aus «Game of Thrones» verdrückten neben einem Fast Food Anhänger ihre Hamburger. Es gab auch laufende Strassenbeleuchtungen oder Würste, sowie lebendige Starbucks-Kaffees, die Minikaffees verteilten.

Nach dem Umzug verzogen sich die zwischen 3000 und 4000 Besucher des Umzugs in die Festzelte. Die Feier samt Maskenprämierung und Musik dauerte bis 4 Uhr morgens, wie Rolf Zemp sagte. «Es war ein Erfolg, wir sind sehr zufrieden.» Ohne Kinder sei die Stimmung natürlich anders gewesen, aber nicht weniger gut. «Die Feedbacks der Besucher waren sehr positiv. Wir werden uns nächstens zusammensetzen und schauen, ob es 2018 eine Fortsetzung davon gibt.» Doch zuerst hiess es für die Organisatoren Aufräumen und Abbauen. Das 20-köpfige Team arbeitete am Dienstag vom Morgen bis in den Mittag, um auch die letzten Spuren des ersten Nachtumzugs zu beseitigen.

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