Bassersdorf

Nahom Yirga fassungslos

Unterländer verletzt sich kurz vor der U-20-EM.

Handicapiert, es «zwickte» im linken Oberschenkel, musste der Bassersdorfer 400-m-Hürdenspezialist Nahom Yirga die Läufe bei den U-20-Europameisterschaften in Schweden bestreiten.

Handicapiert, es «zwickte» im linken Oberschenkel, musste der Bassersdorfer 400-m-Hürdenspezialist Nahom Yirga die Läufe bei den U-20-Europameisterschaften in Schweden bestreiten. Bild: Ulf Schiller

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Das internationale Debüt des Bassersdorfer 400-m-Hürdenläufers an den U-20-Europameisterschaften im schwedischen Borås endete, bevor es richtig begonnen hatte. «Was das ausgelöst hat, kann ich nicht beschreiben, ich bin schlicht fassungslos.» Nahom Yirga, der hochtalentierte Leichtathlet des LC Zürich, fühlte sich bereit und hungrig. Sein Debüt an einem internationalen Grossanlass stand bevor: der Vorlauf über 400 m Hürden. Yirga tat, was er immer tut: Er richtete den Startblock, stellte ihn auf seine Bedürfnisse ein, lief einige Male daraus heraus an, beschleunigte und näherte sich der ersten Hürde. Da geschahs: Es «zwickte» im linken Oberschenkel – ein Schreckmoment für den Unterländer.

Natürlich wollte der 17-Jährige das Missgeschick nicht wahrhaben. «Es geht schon», sagte er sich und machte sich bereit für den Start. Das Hoffen war umsonst. Zwar konnte er laufen, aber nicht mit dem gewohnten Druck. Der Rhythmus in der diffizilen Disziplin passte schon bei der ersten Hürde nicht. Und besser sollte es nicht werden. In 54,10 Sekunden, 1,6 Sekunden über seiner Bestmarke, schied Yirga als Vorlaufvierter aus.

«Mein wichtigstes Rennen»

Bitter wars, weil Yirga dem «bis jetzt wichtigsten Rennen meines Lebens» mit viel Freude und Wünschen entgegengeblickt hatte. Erst Anfang Juli kam er zur Gewissheit, dass er an den U-20-Europameisterschaften überhaupt würde starten können. Das Einbürgerungsverfahren war beendet. Der gebürtige Äthiopier, der bis vor anderthalb Jahren in der LA Kloten gefördert worden war, hatte den Schweizer Pass in den Händen. Dass für ihn einiges mehr möglich gewesen wäre, zeigten die Resultate: Mit 53,73 Sekunden erreichte der Letzte den Halbfinal, fürs Finale waren im Minimum 51,94 gefordert. Mit dick einbandagiertem Oberschenkel musste Nahom Yirga diese Rennen von der Tribüne aus verfolgen.

Erstellt: 23.07.2019, 22:44 Uhr

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