Bachenbülach/Rorbas

Pfingstlager mit friedlicher Botschaft

Über das Pfingstwochenende teilte sich die Jungschar Bachenbülach auf in eine Gruppe roter Indianer und eine weisser Siedler. Auf dem Petersboden in Rorbas machten sie daraus ein Theaterstück.

Im Rugbyspiel am Abschlusstag zeigten die Teilnehmer des Cevi-Pfingstlagers nochmals vollen Einsatz.

Im Rugbyspiel am Abschlusstag zeigten die Teilnehmer des Cevi-Pfingstlagers nochmals vollen Einsatz. Bild: Balz Murer

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Auf rund 500 Meter über Meer, kurz vor dem Aussichtsturm Petersboden, liegt ein Stück Waldwiese, das nicht nur als Lagerplatz, sondern auch als Bühne für die Jungschar Bachenbülach benutzt wurde. Rund 80 Kinder schlugen über Pfingsten hier ihre Zelte auf.

Am Montagmorgen durften ihre Eltern sich ein Bild vom Lagerleben machen. Vor einem hübsch aussehenden Zelt stand Lilian Baumann und erinnerte sich an ihre eigene Jungschar-Zeit: «Solche Zelte nennt man Spatzenzelte. Sie gehörten schon vor 30 Jahren fest zum Lagerleben», sagte die Bachenbülacherin.

Zur Begrüssung der Eltern zeigten sich die Kinder im Rugbyspiel von der sportlichen Seite. Auch Baumanns Sohn Timon brachte vollen Einsatz. Mit seinem Spurt zur Ziellinie sorgte er dafür, dass sein Team Zion mit 13:0 Sieger wurde.

«So gehen wir als Jungschar mit der Zeit»

Der 21-jährige Luca Scognamiglio vom OK blickte auf drei unfallfreie und reibungslos verlaufene Tage zurück. «Es herrschte eine ungezwungene Atmosphäre unter den Teilnehmern», sagte Scognamiglio, der selber seit seinem siebten Lebensjahr in der Jungschar dabei ist.

Jeweils drei Leiter seien als Nachtwache unterwegs und hätten auch ein offenes Ohr für Anliegen der Kinder. Desweiteren erklärte er, dass diese in der heutigen vernetzten Kommunikation ihr Smartphones im Lager nur im Zelt benutzen durften. «So gehen wir als Jungschar mit der Zeit und berücksichtigen gleichzeitig das Bedürfnis der Eltern, ihr Kind erreichen zu können», erklärte Scognamiglio.

Thema «Verzeihen»

Zur Bühne wurde die Waldwiese, weil sich in den drei Lagertagen alles um folgende Geschichte drehte: Wegen eines unglücklichen Umstands wird der Häuptling des Indianerstammes Moatoc von einem weissen Siedler getötet. Es dürstet den neuen Häuptling Kintpuash nach Rache, weshalb er eine weisse Familie gefangen nimmt. Diese binden die Indianer in der Nacht an einen Marterpfahl.

Den Gefangenen gelingt es jedoch, sich zu befreien. Ausgerechnet in diesem Moment taucht ein Bär auf, der es auf ein Indianermädchen abgesehen hat. Das beherzte Eingreifen eines weissen Mannes vermag den Bär in die Flucht zu schlagen. Tief beeindruckt von dieser Tat verzeiht Häuptling Kintpuash den weissen «Brüdern». So lautete denn auch die Botschaft an die Kinder für den Nachhauseweg: Sie sollen den Mitmenschen verzeihen und jederzeit den Weg des Friedens beschreiten.

Dem siebenjährigen Noel aus Niederglatt wird das diesjährige Pfingstlager noch aus einem ganz bestimmten Grund lange in Erinnerung bleiben: Als jüngster Teilnehmer liess er sich nämlich vom 40 Meter hohen Aussichtsturm unter Aufsicht kundiger Leiter abseilen.

(Zürcher Unterländer)

Erstellt: 11.06.2019, 17:12 Uhr

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