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Rümlanger Kraftdemonstrationen

In der 3. Liga, Gruppe 4 hat sich Leader Rümlang in einem lebhaften Derby in Oberglatt 3:2 ­durchgesetzt. Die Gastgeber wehrten sich tapfer und ­standen nahe am Punktgewinn.

Cyrill Adali (vorne) und seine Rümlanger Mitspieler geben Jamie Marmo und Oberglatt das Nachsehen.
Cyrill Adali (vorne) und seine Rümlanger Mitspieler geben Jamie Marmo und Oberglatt das Nachsehen.
Sibylle Meier

Die Situation an der Tabellenspitze der 3. Liga, Gruppe 4, ist extrem spannend. Rümlang und Wallisellen haben sechs Runden vor Saisonende gleich viele Punkte. Spieltag für Spieltag warten die Spitzenteams auf Ausrutscher des Widersachers. Vor der 16. Runde schien die Chance gross, dass Rümlang beim benachbarten Oberglatt Punkte verliert. Zum einen sind diese Derbys seit Jahren umkämpft, und zum anderen ist Oberglatt immer wieder für Überraschungen gut. Erst zwei Wochen ist es her, dass das Team von Trainer Markus Bellwald Kloten 3:0 geschlagen hat – nur sieben Tage zuvor hatten die Flughafenstädter Rümlang 2:1 besiegt.

Rümlang war sich der Stärke Oberglatts in Spielen gegen favorisierte Teams bewusst. Die Gäste gingen dementsprechen hoch konzentriert und engagiert in die Partie. Und offensiv. «Eindrücklich, wie die Rümlanger den Ball in den Startminuten scharf und genau Richtung Oberglatter Tor spielten», meinte der anwesende Glattfelder Trainer Roger Hummel. In der 6. Minute konnte sich Oberglatts Abwehrchef Sandro Kübler im Strafraum nur noch mit einem Foul an Patrick Meier behelfen. Arbnor Bekiri verwandelte den Penalty zum 1:0. Oberglatt wirkte etwas geschockt. Die Reaktion auf den Rückstand fiel bis zur Halbzeit eher verhalten aus. «Man darf nicht vergessen, dass Rümlang eine absolute Topmannschaft ist», meinte Coach Bellwald dazu. In der 38. Minute verhängte der sonst gut pfeifende Unparteiische einen strengen Penalty gegen den Gastgeber, den erneut Bekiri zum 2:0-Halbzeitresultat verwertete.

Hilfreiche Anweisungen

Unmittelbar nach der Pause wirbelten die flinken Oberglatter ­Junioren Nico Lodise und der eingewechselte Bryan Sleiman die Rümlanger Abwehr gehörig durcheinander. Die Absenz des Rümlanger Abwehrchefs Roger Scholz, der wegen eines angerissenen Bauchmuskels derzeit ­keinen Sport betreiben kann, machte sich bemerkbar. Lodise erzielte in der 47. Minute den Anschlusstreffer zum 1:2. Und eine Minute später holte Robin Steinmetz Dejan Ilic von den Beinen. Den fälligen Penalty verwertete Daniele Mannino zum 2:2.

Der Aussenseiter und Mittelfeldklub Oberglatt war daran, die Partie zu seinen Gunsten zu wenden. Doch dann kamen wieder die lauten, prägnanten Anweisungen von der Rümlanger Bank des Trainerduos Fabio Digenti und Christian Kluser. Ihre Mannschaft fing sich nach dem Ausgleich sehr schnell auf und ging bald wieder in den Angriffsmodus über. Eine schöne Passkombination schloss Skodran Nuredini in der 56. Minute zum 3:2 für den Favoriten ab.

Kein Durchkommen mehr

Nach einer Stunde verflachte die Partie. Beide Teams zollten dem zuvor hohen Rhythmus Tribut. Als Arbnor Bekiri in der 71. Minute durch Dear Meta ersetzt wurde, lief Bekiri vom Rasen, als hätte er eben einen 100-Kilometer-Lauf bestritten. Rümlang, in dessen Reihen der Co-Spielertrainer Christian Kluser nach einer Stunde nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback auf dem Feld gab, verwickelte den sich mühenden Gastgeber in viele Zweikämpfe. So hielten die Gäste die Oberglatter von ihrem Tor fern. «Aggressiv gegen den Ball», forderte Digenti von seinen Spielern.

Selten nur konnte der Gastgeber die Rümlanger Mauer durchbrechen. Ausser in der 84. Minute, als Aussenverteidiger Dominik Tschanz einen Schuss scharf aufs Tor drosch, der wohl hineingegangen wäre, wäre nicht ein Mitspieler im Weg ­gestanden. Kurz darauf stand Tschanz erneut im Mittelpunkt: Er beförderte einen Heber von Kluser von der eigenen Torlinie. So blieb es beim 3:2 für Rümlang.

Coach Digenti war nach dem Schlusspfiff die Erleichterung anzusehen: «Unsere erste Halbzeit war gut. Danach hat man gesehen, wie schwierig es in der 3. Liga ist, Spiele zu gewinnen. Man braucht dafür 100-prozentige Konzentration.» Digentis Oberglatter Antipode Markus Bellwald dagegen äusserte sich enttäuscht: «Die effi­zientere Mannschaft hat ge­wonnen. Schade, dass wir vor dem 3:2 in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld den Ball verloren haben.»

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