Weiach

Schulpflege legt «ausgebeineltes» Budget vor

In einem Monat entscheidet die Versammlung der Primarschulgemeinde über das revidierte Budget und über eine Steuerfusserhöhung von 7 Prozentpunkten. Ende November war der Voranschlag samt beantragter Steuerfusserhöhung deutlich abgelehnt worden.

Die Planung von Schulraum ist für Weiach von grosser Bedeutung, ist doch die Einwohnerzahl der Gemeinde in den vergangenen Jahren förmlich explodiert.

Die Planung von Schulraum ist für Weiach von grosser Bedeutung, ist doch die Einwohnerzahl der Gemeinde in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Bild: Archiv Michael Caplazi

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Am 30. November des vergangenen Jahres haben die Weiacher Stimmberechtigten den Voranschlag 2018 der Primarschulgemeinde mit 49 zu 17 Stimmen klar zurückgewiesen. Auch die beantragte Erhöhung des Steuerfussanteils der Primarschule um 5 Prozentpunkte erlitt damit Schiffbruch. Dies nachdem die Rechnungsprüfungskommission (RPK) der Schulpflege Kompetenzüberschreitung und mangelnde Sparsamkeit vorgeworfen hatte. Seit Jahresbeginn operiert die Schulpflege deshalb mit einem Notbudget.

Am Mittwoch, 14. März, hält die Primarschulgemeinde eine ausserordentliche Versammlung ab, an welcher die Stimmberechtigten über den überarbeiteten Voranschlag befinden werden. Wie Schulpflegepräsident Marco Lobsiger auf Anfrage erklärte, komme die Behörde mit dem Notbudget, das nur unerlässliche Ausgaben zulässt, gut über die Runden. «Da wir wahrscheinlich schon ab Mitte März über ein ordentliches Budget verfügen werden, mussten wir keine grösseren Abstriche machen, sondern lediglich einige Ausgaben aufschieben.»

Steuerfuss soll stärker steigen

Kurz nach der Jahresendversammlung setzte sich die Primarschulpflege mit der Rechnungsprüfungskommission zusammen, um die beanstandeten Budgetposten zu bereinigen. Nun liegt der neue Voranschlag vor. Er kann ab Mittwoch von der Website der Schule heruntergeladen werden.

War in der ersten Budgetfassung noch eine Steuerfusserhöhung von 5 Punkten auf 52 Prozent vorgesehen, so beantragt die Schulpflege diesmal sogar eine Erhöhung um 7 Punkte auf 54 Prozent.

«Wir mussten keine grösseren Abstriche machen, sondern lediglich einige Ausgaben aufschieben.»Marco Lobsiger, Schulpflegepräsident

Die Erhöhung deshalb, weil die Politische Gemeinde im November ihren Steuerfussanteil um 10 Prozentpunkten senken konnte. «Ursprünglich hatte die Politische Gemeinde nur eine Reduktion von 5 Prozentpunkten vorgesehen», erklärte Lobsiger. Der Gesamtsteuerfuss wäre also gleich geblieben. Mit der 10-Prozent-Senkung der Politischen Gemeinde habe es nun aber für die Primarschulgemeinde «ein bisschen Raum gegeben», weshalb nun in Absprache mit der RPK eine 7-prozentige Erhöhung beantragt werden könne. «Trotzdem sieht das Budget ein leicht negatives Ergebnis vor», sagte Lobsiger, der im April nicht zur Wiederwahl antritt.

Zwei separate Geschäfte

Die in der ursprünglichen Budgetfassung enthaltenen und von der RPK bemängelten Positionen werden nun nebst dem Voranschlag als zwei eigenständige Geschäfte der Schulgemeindeversammlung vom 14. März zur Genehmigung vorgelegt. Es ist einerseits ein Antrag auf Erhöhung des Pensums für den Liegenschaftsunterhalt sowie ein Kreditantrag für die Schulraumplanung.

Die Planung von Schulraum ist für Weiach von grosser Bedeutung, ist doch die Einwohnerzahl der Gemeinde in den vergangenen Jahren förmlich explodiert. Im jüngsten Mitteilungsblatt sind dazu Details publiziert worden. Wohnten im Jahr 2010 noch 981 Leute in Weiach, so waren es Ende des vergangenen Jahres bereits 1750. Allein im vergangenen Jahr stieg die Einwohnerzahl um knapp 300 an. Und der Trend hält noch eine Weile an. Es wird damit gerechnet, dass die 2000er-Grenze im Jahr 2020 durchbrochen wird.

Weisungsdokument: Gemäss Ankündigung im Mitteilungsblatt sind ab Mittwoch die Unterlagen zur Primarschulgemeindeversammlung vom Mittwoch, 14. März, abrufbar unter www.schule-weiach.ch. (Zürcher Unterländer)

Erstellt: 13.02.2018, 16:45 Uhr

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